Neues Gewerbegebiet in Schwerte kann kommen

Wandhofener Bruch

Neues zum Wandhofener Bruch: Ausschuss und Rat beschließen den neuen Bebauungsplan der über neun Hektar großen Fläche im Südwesten von Schwerte. Die Bebauungspläne für das Gewerbegebiet Wandhofener Bruch haben eine lange Geschichte.

SCHWERTE

, 07.07.2016, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neues Gewerbegebiet in Schwerte kann kommen

Auf diesem Feld in Wandhofen soll ein Gewerbegebiet entstehen.

Vor 15 Jahren lagen die ersten Entwürfe auf dem Tisch. In dieser Woche nun haben die Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur, Städteentwicklung und Umwelt den neuesten Entwurf einstimmig angenommen.

2008 wollte Hoesch Schwerter Profile dort ein Stahlwerk bauen. Die Wirtschaftskrise verhinderte das. 2015 stand ein Warenverteilzentrum im Raum, gegen das viele Anwohner protestierten. Jetzt soll auf dem geplanten Gewerbegebiet „Wandhofener Bruch“ , das rund 1,2 Kilometer südwestlich der Schwerter Innenstadt liegt, eine Fläche für kleine und mittlere Betriebe aus der Verarbeitung entstehen.

„Rund 80 Prozent der Fläche können bebaut werden“, erklärt Dietmar Mücke, vom Büro Planquadrat, dass ein Konzept für die Fläche entwickelt hat.

Südwestlich vom Hoesch-Gelände

Das Plangebiet schließt südwestlich an das Industrieareal von Hoesch an. Nordwestlich des Plangebietes befinden sich Gleisanlagen der Deutschen Bahn, südlich des Plangebietes befindet sich der nördliche Siedlungsrand des Ortsteils Wandhofen. Es umfasst ein Areal in der Größenordnung von circa 9,1 Hektar. Rund 8,2 sind im Eigentum des Unternehmens Hoesch Schwerter Profile. Weitere rund 0,9 Hektar Fläche am Nordwestrand des Plangebiets befinden sich im Eigentum zweier Bahngesellschaften.

Für die Umsetzung der Pläne ist die Wirtschafsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG) zuständig. Sie wird die Fläche kaufen, die Erschließung finanzieren und anschließend die Vermarktung der Gewerbegrundstücke übernehmen. Da durch die Planung das Bodendenkmal Haus Wandhofen betroffen ist und der Landschaftverband hier weitere Bodendenkmäler vermutet, stehen ab August Bodenuntersuchungen an.

Neues Regenrückhaltebecken soll her

Im Ausschuss war zudem der Abfluss des Regenwassers ein Thema, da die Fläche aufgrund der starken Versiegelung kaum Möglichkeiten zum Versickern bietet. Deshalb braucht man ein Regenrückhaltebecken von rund 1600 Kubikmetern.

Die Planer gegen davon aus, dass rund 295 Pkw sowie 75 Lkw pro Tag zusätzlich die Straßen dort befahren werden. Dass würde nicht zu einer Überschreitung der zulässigen Emissionswerte führen. Im Anschluss an die Vorstellung aller Rahmenbedingungen nahm der Planungsausschuss die Pläne einstimmig an. Nach Abschluss der Bodenuntersuchungen kann die Erschließung beginnen.

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