Neues Konzept soll verkaufsoffene Sonntage sichern

Schwerter Werbegemeinschaft

Der Schwerter Autofrühling ist Geschichte. Dafür soll im Januar ein Wintermarkt für Rummel in der Innenstadt sorgen. Mit einem neuen Konzept will die Werbegemeinschaft ihre vier verkaufsoffenen Sonntage rechtssicher machen. Wird ihr Plan aufgehen?

SCHWERTE

, 04.11.2016, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verkaufsoffene Sonntage füllen in der Regel die Innenstädte. Die Schwerter Werbegemeinschaft möchte verstärkt auf Stadtfeste setzen, um den zusätzlichen Einkaufstag auch zukünftig zu sichern.

Verkaufsoffene Sonntage füllen in der Regel die Innenstädte. Die Schwerter Werbegemeinschaft möchte verstärkt auf Stadtfeste setzen, um den zusätzlichen Einkaufstag auch zukünftig zu sichern.

Landauf, landab klagt die Gewerkschaft Verdi gegen die Öffnungszeiten am Sonntag. Zum Teil mit Erfolg. In Wuppertal wurde am Mittwoch der für diesen Sonntag geplante verkaufsoffene Tag vom Gericht gestoppt.

Im Juni legte das Oberverwaltungsgericht des Landes die Spielregeln für verkaufsoffene Sonntage fest. Ein wichtiges Kriterium: Die sonntägliche Ladenöffnung muss mit einer Veranstaltung einhergehen, die attraktiver ist, als das bloße Öffnen der Geschäfte.

Für das Pannenkaukenfest im Herbst ist das unumstritten. Das Stadtfest ist beliebt und auch ohne zusätzliche Ladenöffnungszeiten ein Publikumsmagnet. Bei den anderen Veranstaltungen muss sich das künftig zeigen.

Doch die Werbegemeinschaft hat aufgerüstet: Der Spekulatiusmarkt soll mit einem Martinimarkt auf dem Marktplatz, einem Bäckermarkt auf dem Cava-Platz, einem Kindermarkt auf dem Werner-Steinem-Platz, einer Sicherheitsmesse auf dem kleinen Markt und Tanzvorführungen im neuen Gemeindezentrum einhergehen. Das sieht zumindest das Konzept vor, das Peter Rienhöfer und Joachim Kockelke im Namen ihrer Händlerkollegen bei der Stadt eingereicht haben. Auch das Frühlingserwachen am 5. März soll von einem Garten- und Freizeitmarkt, einer Schlemmermeile, dem Kindermarkt und den Tanzvorführungen im Gemeindezentrum begleitet werden.

Jetzt lesen

Der Wintermarkt muss noch attraktiver werden

Am meisten muss wohl beim Wintermarkt nachgerüstet werden. Denn die Veranstaltung, die im letzten Jahr erstmals vom Ehepaar Bernhard Holtmann und Eva Plauck-Holtmann noch ohne verkaufsoffenen Sonntag ausgerichtet wurde, lief damals eher mühsam an. „Das ist auch dem Dauerregen an dem Wochenende geschuldet“, sagte Joachim Kockelke am Freitag.

Vor allem soll aber an Attraktionen nachgerüstet werden. Zwei Tage Wintermarkt mit Party auf dem Marktplatz und Wintergrillen auf dem Postplatz sollen Publikum in die Stadt ziehen. Auch hier werden ein Kindermarkt auf dem Werner-Steinem-Platz und Tanzvorführungen das Programm ergänzen.

Bei der Gewerkschaft Verdi begrüßte man, dass die Werbegemeinschaft nun ihre Aktionen im Antrag aufgeführt habe. Bedenken gibt es an der Teilnahme der Geisecker Geschäfte an den offenen Sonntagen. „Angesichts der räumlichen Entfernungen zwischen Geisecke und der Schwerter Innenstadt haben wir Bedenken, dass die geplanten Anlässe eine so weitreichende Sonntagsöffnung rechtfertigen“, kommentierte Gewerkschaftssekretär Reiner Kajewski gestern auf Anfrage.

Der Stadtrat muss zuvor zustimmen 

Zunächst muss die Verordnung aber den Rat der Stadt passieren. Dort steht sie am 23. November auf der Tagesordnung. Und dort gibt es sowohl von Seiten einiger Christdemokraten, als auch seitens der Linken und einiger Sozialdemokraten traditionell einige Gegenstimmen.

Die Ratssitzung am 23. November beginnt um 17 Uhr im Rathaus, Rathausstraße 31.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt