Neues Therapiegerät im Marienkrankenhaus soll demente Patienten stimulieren

Marienkrankenhaus

Ein neues Therapiegerät im Schwerter Marienkrankenhaus hilft dabei, demente Patienten zu beruhigen und zu stimulieren. Es kann in Corona-Zeiten aber auch anderen Patienten helfen.

Schwerte

, 12.11.2020, 14:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stationsleitung Jana Anders, die stellvertretende Pflegedienstleitung Raphaela Vogel, Chefarzt Dr. Ulrich Vahle und Therapeutin Inga Kabus (v.l.) freuen sich, bei der Behandlung von Patienten das Multimediagerät Qwiek.up einsetzen zu können.

Die Stationsleitung Jana Anders, die stellvertretende Pflegedienstleitung Raphaela Vogel, Chefarzt Dr. Ulrich Vahle und Therapeutin Inga Kabus (v.l.) freuen sich, bei der Behandlung von Patienten das Multimediagerät Qwiek.up einsetzen zu können. © Marienkrankenhaus Schwerte

Qwiek.up, so heißt das neue Therapiegerät, das im Marienkrankenhaus Schwerte zum Einsatz kommt. Der fahrbare Multimedia-Turm werde als Teil der Therapie und der aktivierenden Pflege eingesetzt, zum Beispiel um demente Patienten zu beruhigen und zu stimulieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Das funktioniert außerordentlich gut“, sagt Dr. Ulrich Vahle, Chefarzt der Klinik für Geriatrie. Das Gerät spielt sogenannte Erlebnismodule ab. So werden zum Beispiel Bilder von einem Waldspaziergang an die Wand projiziert, dazu Konzertmusik oder Klangwelten eingespielt.

Qwiek.up bringt die Außenwelt ins Krankenhaus

Gerade in der Corona-Situation bietet das Gerät aber noch einen ganz anderen Vorteil. Durch das geltende Besuchsverbot haben Angehörige nur in Ausnahmefällen die Möglichkeit, die Klinik zu betreten.

„Den Mediaturm können Familienmitglieder als kleine, digitale Brücke zu ihren Angehörigen nutzen“, sagt Raphaela Vogel, stellvertretende Pflegedienstleitung.

Am Empfang der Klinik in der Schützenstraße kann ein USB-Stick hinterlegt werden, zum Beispiel mit Videos vom Enkelgeburtstag, alten Fotos oder mit der Lieblingsmusik.

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„Wir holen den Stick nach Absprache am Empfang ab. Mit Qwiek.up verbunden, werden die Dateien zusammengeführt und als Multimedia-Schau im Patientenzimmer vorgeführt“, erklärt Raphaela Vogel.

Knapp 6000 Euro hat das Gerät gekostet. 5000 Euro kamen allein aus der Auflösung des Fördervereins der Klinik für Geriatrie Schwerte. Die Mitglieder haben beschlossen, ihr Restguthaben für das digitale Projekt zu spenden.

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