Die Ordnungsämter überprüfen die Einhaltung der Corona-Vorschriften in der Gastronomie (Symbolbild). © dpa
Corona in Schwerte

Ohne 3G-Nachweis im Restaurant: Kontrolleure kassieren 250 Euro

Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf in dieser Corona-Zeit ins Restaurant oder in die Kneipe. Die Ordnungsämter kontrollieren. Auch für die Wirte kann Nachlässigkeit teuer werden.

Es kann empfindlich teuer werden. So teuer, dass man dafür wahrscheinlich mehrmals fürstlich speisen könnte. Ohne vor Ort nachweisen zu können, dass man zur 3G-Gruppe (geimpft, genesen oder getestet) gehört, sollte man sich derzeit besser nicht in ein Restaurant oder in eine Kneipe setzen.

Denn die Ordnungsämter der Städte kontrollieren die Einhaltung der Corona-Vorschrift – in Iserlohn sogar mit verdeckten Ermittlern.

In Schwerte gab es eine Aktionswoche des Ordnungsamtes

„Nachdem in der Gastronomie mit der Änderung der Corona-Schutzverordnung Anfang Oktober Lockerungen möglich wurden – Wegfall von Trennwänden, geringere Abstände zwischen den Tischen erlaubt – rückt nun die Einhaltung der 3G-Regel in Gaststätten und Restaurants immer mehr in den Fokus“, heißt es aus der Pressestelle der Nachbarstadt.

Nachdem bei vereinzelten Kontrollen keine Verstöße festgestellt worden waren, hätten Beschwerden aus der Bevölkerung jetzt dazu geführt, dass verstärkte Überwachungen angekündigt wurden.

Einen Nachweis über die Covid-Schutzimpfung müssen Gäste in Kneipen und Restaurants immer bei sich haben.
Einen Nachweis über die Covid-Schutzimpfung müssen Gäste in Kneipen und Restaurants immer bei sich haben. © dpa © dpa

In Schwerte hat – so berichtet Stadt-Pressesprecher Ingo Rous auf Nachfrage – bereits eine Aktionswoche zu der Problematik stattgefunden. In der Zeit vom 10. bis zum 16. Oktober sei schwerpunktmäßig die durch die Corona-Schutzverordnung des Landes festgelegte Einhaltung der 3G-Regel in der Gastronomie kontrolliert worden.

Dabei habe man aber keine Auffälligkeiten festgestellt. „Kontrollen werden weiterhin fortlaufend vorgenommen“, kündigt Ingo Rous an. „Dabei geht es dann weiterhin auch um Aufklärung und Sensibilisierung.“

Gäste müssen 250 Euro zahlen, Wirte das Doppelte

Während sich Gäste und Wirte in Schwerte also komplett an die Vorschriften hielten, vermeldet die Stadt Hagen eine ganz andere Situation. Bei Schwerpunktkontrollen in 62 Gastronomiebetrieben, die zwischen dem 7. und dem 14. Oktober durchgeführt wurden, seien in zwölf Lokalen Verstöße aufgefallen.

„22 Gäste konnten keinen 3G-Nachweis vorzeigen.“ Die Folge sei ein Bußgeld von jeweils 250 Euro. Zusätzlich würden die Betreiber mit jeweils 500 Euro zur Kasse gebeten.

Das Team des Hagener Ordnungsamtes habe den Angaben zufolge festgestellt, dass die Wirte ihre Gäste zwar regelmäßig nach den Nachweisen fragen, sich diese aber nicht immer auch konsequent vorzeigen lassen. Ein solches Vorgehen reicht aber nicht. Denn die hohen Bußgelder würden auch in den Fällen drohen, wenn Personen zwar geimpft, genesen oder getestet sind, aber ihren Nachweis nicht bei sich haben.

Die Stadt Hagen meldet betroffene Betriebe außerdem dem Gewerbezentralregister. Bei wiederholten oder verstärkt auftretenden Verstößen könne die Gewerbestelle so den Entzug der Gewerbeerlaubnis prüfen, heißt es.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz