Sackhüpfen war eine der Attraktionen bei den Familientagen im Elsebad. Am Samstag gibt es auf der Liegewiese sogar eine Familienolympiade. © Manuela Schwerte (A)
Meinung

Ohne Badehose ins Elsebad: Auch das kann richtig Spaß machen

Vor fünf Wochen zerstörten Regenfluten das Elsebad. Schwimmen geht diesen Sommer nicht mehr. Aber es finden schon wieder Open-Air-Kino und Familienolympiade statt. Hut ab, meint unser Autor.

Ein Schwimmbad ohne (benutzbares) Wasser kann auch Spaß machen. Natürlich muss man es dann anders anstellen als die Stadt Schwerte, die uns einst das von ihr geschlossene Freibad Schützenhof als „Licht- und Luftbad“ verkaufen wollte. An viel mehr als einen Auftritt des Duos Till & Obel kann ich mich dort nicht erinnern – das war´s.

Umso bewundernswerter ist dagegen die Tatkraft des Elsebad-Vereins. Die Ehrenamtlichen ließen den Kopf nicht hängen, als die Anlage beim Mega-Regen vor fünf Wochen vom Schlammwasser überflutet wurde. Schon am nächsten Tag begannen sie – mit überwältigender Unterstützung der Schwerter – mit dem Aufräumen und Reparieren.

Und auch wenn an Schwimmvergnügen in dieser Saison angesichts der immensen Schäden nicht mehr zu denken ist, so finden bereits wieder andere Veranstaltungen statt. Zum zweiten Mal lockt am Freitagabend das Open-Air-Kino. Und am Samstag startet sogar die erste Familienolympiade.

Tatkräftige Unterstützung leistet dabei die Stadt, von der sich die Elsebader zunächst ein wenig stiefmütterlich behandelt fühlten, als die Rathausspitze sich erst Tage nach der Flutkatastrophe vor Ort sehen ließ. Es geht also doch mit der Zusammenarbeit. Weiter so und Hut ab vor den Ehrenamtlichen, die alles tun, damit wir im nächsten Sommer wieder im Becken plantschen und auf der Liegewiese sonnen können.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz