Parteien in Schwerte unterstützen Hospiz-Ausbau

Nachbarn wollen klagen

SPD und CDU stellen sich am Donnerstag demonstrativ hinter das Schwerter Hospiz. Es gibt Nachbarn, die gegen die Ausbaupläne der Einrichtung Beschwerde erhoben haben. Zwei von ihnen haben bereits einen Anwalt eingeschaltet und wollen gegen den Bebauungsplan klagen.

SCHWERTE

, 06.01.2017 / Lesedauer: 2 min
Parteien in Schwerte unterstützen Hospiz-Ausbau

Es gibt Pläne für einen Umbau des Schwerter Hospizes am Alter Dortmunder Weg.

Die Klagen der Nachbarn haben Reaktionen ausgelöst: Im Internet führte das nämlich zu harscher Kritik an den Beschwerdeführern. Anders reagierten die Parteien.

„Die CDU-Fraktion unterstützt vorbehaltlos Umbau und Erweiterung des Schwerter Hospizes“, so Fraktionschef Marco Kordt. Man habe kein Verständnis für Bedenken einiger Anwohner, die sich gegen die geplanten Umbaumaßnahmen richten. „Umbau und Erweiterung des Gebäudes sind zwingend erforderlich, um den geplanten Hospizbetrieb auch künftig sicherzustellen,“ erläutert Kordt.

Daher habe der Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Schwerte bereits in seiner Sitzung im Juni den Bebauungsplan „Hohe Heide“ auf den Weg gebracht.

Mit der endgültigen Beschlussfassung werde die planungsrechtliche Sicherung des seit 1996 bestehenden Hospizes vorgenommen und eine maßvolle Erweiterung ermöglicht. „Alle seitens der Anwohner geltend gemachten Bedenken werden von der Verwaltung widerlegt“, so Kordt. Der überzeugt ist, dass der Plan sowohl den Rat als auch die Ausschüsse passieren wird.

Stellungnahme der SPD

Ähnlich lautet die Stellungnahme der SPD: „Das Schwerter Hospiz weiß, dass es sich auf die SPD Schwerte verlassen kann. Wir haben uns durch persönliche Besuche im Hospiz von diesem Haus mehrfach positiv überzeugen können, und es ist eine unverzichtbare Einrichtung für Schwerte. Ebenso unverzichtbar ist der Aus- und Anbau des Hauses, um den neuen Vorschriften für die Betreibung eines Hospizes gerecht zu werden.“

„Leider vergessen Menschen, die sich gegen dieses Haus stellen, und das tun sie, wenn sie den Ausbau verhindern wollen, weil das Hospiz dann nicht mehr in der jetzigen Form betrieben werden kann, dass sie selbst oder ihnen nahestehende Personen in eine solche Lebenssituation geraten könnten, in der man dankbar ist, eine solche Einrichtung in Anspruch nehmen zu können“, so SPD-Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder. Die SPD werde auf jeden Fall der Änderung des Bebauungsplans zustimmen.

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