Parteienkritiker akzeptiert Geldstrafe

Wahlplakate überklebt

Jetzt also doch: Parteienkritiker Alfred Tumpach hat seinen Kampf gegen die Justiz am Mittwoch endgültig aufgegeben. Der 49-jährige Schwerter akzeptierte eine Geldstrafe von 400 Euro wegen Sachbeschädigung. Tumpach war vorgeworfen worden, Wahlplakate entlang der B1 mit höhnischen Parolen überklebt zu haben.

SCHWERTE

von Von Jörn Hartwich

, 02.02.2011, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alfred Tumpach hat Parteiplakate überklebt.

Alfred Tumpach hat Parteiplakate überklebt.

Die veränderten Wahlplakate waren im September 2009 aufgetaucht. „Wer leere Versprechungen hören will, wählt Guido Westerwelle.“ Dieser Spruch war damals zum Beispiel auf Plakaten der FDP zu lesen. Aber auch CDU, SPD und andere bekamen ihr Fett weg. Tumpach: "Ich habe die Plakate nicht überklebt" Wer der Verursacher war, ergab sich aus einer Email-Adresse, die ebenfalls auf den Spruchbändern stand und direkt zu Tumpach führte. Umso überraschender war sein Auftritt vor der 45. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts. Dort erklärte der 49-Jährige am Mittwoch wörtlich: „Ich habe die Wahlplakate nicht überklebt.“ Es sei zwar seine Idee gewesen, müsse aber von jemandem anders geklaut und entlang der B1 in Dortmund umgesetzt worden sein. RN-Video: Kein Zweifel an Täterschaft Sein Problem war allerdings, dass er unserer Zeitung damals ein Video-Interview gegeben hat, in dem er keinen Zweifel an seiner Täterschaft ließ. Auf die Frage, ob er rechtliche Probleme befürchte, hatte er zum Beispiel geantwortet: „Nein, ich habe das mit einem Rechtsanwalt abgesprochen.“ Es könne höchstens passieren, dass er die Plakate bezahlen müsse. Das Video finden Sie in diesem Artikel in der Spalte links. Das Dortmunder Landgericht hatte sich mit dem Fall befassen müssen, weil Tumpach eine frühere Verurteilung durch das Amtsgerichts nicht akzeptieren wollte. Als jedoch klar wurde, dass auch eine härtere Bestrafung erfolgen könne, zog er seine Berufung kurzerhand zurück. 

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