Passant stellte Ladendieb im Schwerter Stadtpark

Heldenhafte Tat

Die Schwerter Innenstadt war voll, als Ulrike Hitzegrad am Mittwoch aus der Boutique Contrast um Hilfe schrie. Ein Ladendieb ist ihr entwischt. Passant Enrico Kaden zögerte nicht lange, verfolgte den Mann und stellte ihn schließlich im Stadtpark. Der Diebstahl war offensichtlich gut geplant: Dahinter steckte nicht nur eine Person.

SCHWERTE

, 08.09.2016, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Passant stellte Ladendieb im Schwerter Stadtpark

"Das ist mein Held!": Ulrike Hitzegrad, Inhaberin der Boutique Contrast, dankte Enrico Kaden für sein beherztes Eingreifen gegen die Ladendiebe.

„Bitte, helfen Sie mir, den festzuhalten!“, schrie Ulrike Hitzegrad am Mittwoch gegen 15 Uhr in die belebte Fußgängerzone. Viele Passanten sahen zu, wie die Inhaberin der Boutique Contrast den Ladendieb am Hemd packte: „Aber alle guckten wie ein Auto.“ Keiner half, als sich der Täter losriss. Bis auf Enrico Kaden. Ohne zu zögern, sprang der 45-jährige Berliner auf sein Fahrrad und nahm die Verfolgung auf. Im Stadtpark konnte er den Mann stellen und sich ein Handy leihen, um die Polizei zu rufen.

Die Videoüberwachung gab Aufschluss über die Täter

Bei der Sichtung der Videoüberwachung des Geschäfts stellten die Beamten fest, dass der Festgenommene (25) offensichtlich zu einer vierköpfigen Gruppe gehörte, die nach und nach hereingekommen war. Drei Männer gingen in die obere Etage, eine Frau blieb im Erdgeschoss.

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„Ich dachte sofort: Da stimmt was nicht“, berichtet Ulrike Hitzegrad. Als sie einen der Männer aufforderte, seinen dicken Rucksack zu öffnen, ließ der das Gepäckstück mit vier nagelneuen Jeans fallen und rannte mit der Frau davon. In der Umkleidekabine habe inzwischen ein weiterer Mann seinen Rucksack mit teuren Jeans vollgestopft. Es war der, den Kaden später stellte.

Für den Helden gab es ein Geschenk

„Das ist mein Held“, sagte Ulrike Hitzegrad und dankte dem Berliner mit einem Gutschein. „Den wollte ich erst gar nicht haben“, sagte der bescheiden: „Ein Kaffee hätte doch gereicht.“ Zivilcourage sei selbstverständlich. 

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