Pläne für Hospiz auf Schwerterheide sind fehlerhaft

Neuer Ratsbeschluss erforderlich

Die Ausbaupläne für das Hospiz auf der Schwerterheide stehen wieder auf der Tagesordnung der Ratspolitik. Denn der Bebauungsplan muss wegen zweier Fehler neu gefasst werden. Es war einer der meist diskutierten Pläne der jüngeren Vergangenheit.

SCHWERTERHEIDE

, 04.05.2017 / Lesedauer: 3 min
Pläne für Hospiz auf Schwerterheide sind fehlerhaft

So soll das Hospiz auf der Schwerterheide nach dem Ausbau aussehen.

Am 22. Februar beschloss der Rat einstimmig einen Bebauungsplan, der dem Hospiz am Alten Dortmunder Weg einen Ausbau genehmigen sollte.

Politisch waren diese Pläne unumstritten, zwei Nachbarn hatten allerdings erhebliche Einwände und zumindest einer von ihnen drohte auch mit einer Klage. Ihnen ging es zum einen um die Größe des Ausbaus. Sie bezweifelten aber auf der anderen Seite auch, ob eine solche Einrichtung in einem Wohngebiet zulässig sei. Dafür gab es viel Gegenwind, auch von anderen Nachbarn.

Planer liegen 90 Zentimeter daneben

Im Vorfeld wurde wochenlang öffentlich diskutiert. Die Parteien stellten sich öffentlich hinter das Projekt. Doch nun steht zumindest formal wieder alles auf Anfang. Grund dafür sind in erster Linie 90 Zentimeter. Um die hatten sich offensichtlich die Planer vertan. „Das geplante Bauvorhaben überschreitet die östliche Baugrenze um 90 Zentimeter“, stellt Stadtplaner Adrian Mork in seiner Vorlage für den Rat fest.

„Das hat das Vermessungsbüro festgestellt“, erklärte David Weber vom Planungsamt auf Anfrage. Grund sei ein Missverständnis zwischen Architekt und Planungsbüro gewesen. 90 Zentimeter seien aber eindeutig zuviel. Deshalb müsse der alte Beschluss eingeholt und ein neuer gefasst werden.

Das ist allerdings nicht so einfach. Denn auch die um 90 Zentimeter nach Westen verschobenen Pläne müssen nun erneut ausliegen. Die Nachbarn können erneut Einwendungen machen, und die müssen vom Rat und dem zuständigen Planungsausschuss erneut bewertet und dann vermutlich auch wieder abgelehnt werden. Rund zwei Monate dauert das Verfahren.

Baubeginn schon früher verschoben

Das sei aber nicht so tragisch, da der Baubeginn auf Frühjahr 2018 verschoben wurde, weil man noch auf Fördermittel warten müsse, so Helmut Bernhardt von der Hospizstiftung gestern. Man werde bis dahin mit dem Innenausbau beginnen.

Wenn der Plan geändert wird, kann auch gleich ein Versehen in Bezug auf Grundstücksflächen ausgemerzt werden. Das hatte man aus dem alten Plan übernommen. Ein Stückchen der vermeintlich öffentlichen Straße gehört nämlich eigentlich dem Hospiz. Das bezahlen übrigens als Bauherr die Planer, die mit dem Bebauungsplan beauftragt sind.

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