Planungsfehler: Zwei Benefizkonzerte an einem Tag

In der Rohrmeisterei

Zwei große Konzerte an einem Tag, an einem Veranstaltungsort, beide mit karitativem Hintergrund: In der Schwerter Rohrmeisterei kollidieren die Termine für ein ein "Leuchtturm"-Konzert und das Insound-Festival. Das ist ärgerlich für die Veranstalter, haben sie doch bei der Buchung nichts voneinander gewusst.

Schwerte

, 18.10.2015, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Planungsfehler: Zwei Benefizkonzerte an einem Tag

Die Rohrmeisterei bietet Kultur und Gastronomie im Ambiente eines Industriedenkmals.

Am Freitag, 30. Oktober, gibt in der Halle 4 der Rohrmeisterei, Westenort, die Band "Krass" ein Benefizkonzert für das Trauer-Begleitungsprojekt Leuchtturm, während in der Halle 3, Ruhrstraße 20, das Insound-Festival mit der Miro Nemec Band und Blind Foundation steigt. Wir klären die wichtigsten Fragen zu den Veranstaltungen und dem Vorfall:

Wie kam es zur Überschneidung der Termine?

Walburga Schnock-Störmer vom Trauer-Begleitungsprojekt Leuchtturm hatte das Krass-Konzert bereits im Oktober 2014 geplant. "Es ist die große Abschlussveranstaltung der fünfjährigen Förderung unseres Projektes durch die Aktion Mensch", erklärt Schnock-Störmer.

Insound-Festival-Organisator Thorsten Eisenmenger vom Stadtmarketing Schwerte hatte den Termin für das fünfte inklusive Musikfestival erst im April 2015 terminlich auf den 30. Oktober festgelegt. Allerdings nicht, ohne zuvor einen Blick in den Veranstaltungskalender auf dem Stadtportal zu werfen. "Dort war das Leuchtturm-Konzert nicht eingetragen", sagt Thorsten Eisenmenger. Somit habe er nicht gewusst, dass an diesem Freitagabend bereits ein anderes Konzert in der Rohrmeisterei geplant sei. "Sonst hätte ich dieses Datum natürlich nicht gewählt."

 

Hätte die Überschneidung nicht bei der Buchung auffallen müssen?

Nein, bei der Buchung der Hallen konnte die Terminüberschneidung gar nicht auffallen. Denn: Die Leuchtturm-Veranstaltung findet in Halle 4 statt, die aber vom Theater am Fluss vermarktet wird. Die Halle 3 wiederum, in der das Festival steigt, wird von der Rohrmeisterei vermietet.

 

Wie regeln das jetzt die Veranstalter?

Vor Kurzem ist durch Zufall herausgekommen, dass es da die Terminüberschneidung gibt, so Eisenmenger. Er sei dann auf Walburge Schnock-Störmer zugegangen und habe ihr angeboten, zu kooperieren. "Wir hätten Synergien nutzen können, zum Beispiel gemeinsame Werbung oder die Technik teilen können", sagt Eisenmenger. Auch habe er in Erwägung gezogen, eventuelle Gewinne zu spenden.

Walburga Schnock-Störmer jedoch habe dies abgelehnt. "Da Krass kostenlos auftreten und die Festival-Bands Gage erhalten, wäre es aus unserer Sicht nicht sinnvoll gewesen, dass zu verbinden", sagt Schnock-Störmer. Außerdem hätte sie dem Konzert nicht die Alleinstellung als großes Finale ihres Jubiläumsjahres nehmen wollen.

 

Wohin gehen die Erlöse von dem Insound-Festival?

Im vergangenen Jahr hatte das Festival 3000 Euro erwirtschaftet und dem Kinderhospizdienst gespendet. Damals traten allerdings die Bands auch gratis auf. "Die Musiker in diesem Jahr haben eine weite Anreise, aus Bayern und Frankfurt. Die nehmen natürlich eine Gage", meint Eisenmenger und rechnet daher in diesem Jahr nicht mit einem hohen Erlös. Was an Überschuss erwirtschaftet wird, geht an die inklusive Spielgruppe.

 

Was kann man machen, um Terminüberschneidungen in Zukunft zu vermeiden?

Thorsten Eisenmenger vom Insound-Festival appelliert an alle Organisatoren und Veranstalter, ihre Termine zeitig in den Veranstaltungskalender einzutragen, damit Überschneidungen nicht wieder vorkommen. 

 

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