30 Einbrüche: Polizei fasst mutmaßliche Autohaus-Bande in Schwerte

rnKriminalität in Schwerte

Pfui, mit Werkzeug müsste man ja arbeiten. Das ließen die Einbrecher auch immer links liegen. Nur auf Geld hatten sie es in Autohäusern abgesehen. Das wurde ihnen schließlich zum Verhängnis.

Schwerte

, 13.11.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die monatelange Einbruchsserie endete in Schwerte. Ein Vierteljahr lang hatte eine Bande die Polizei zwischen Düsseldorf und dem Märkischen Kreis in Atem gehalten. Immer wieder wurde dort in Autohäuser und Autowerkstätten eingebrochen. Die Vorgehensweise war immer dieselbe: Die Täter warfen vor Ort Scheiben oder Fenster ein, um in die Firmengebäude zu gelangen. Dort hatten sie es auffälligerweise fast immer nur auf Bargeld abgesehen, manchmal nahmen sie sogar selbst kleinere Beträge mit. Dagegen ließen sie hochwertige Messwerkzeuge oder Elektrogeräte unbeachtet liegen.

Polizei im Märkischen Kreis richtete Ermittlungskommission ein

„Es gab ein Phänomen, den gleichen Modus Operandi“, erklärt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis (Iserlohn), der auch von den Diebeszügen betroffen war. Deshalb richtete man in seinem Haus eine eigene Ermittlungskommission ein, die auch die umliegenden Polizeibehörden für die Fälle sensibilisierte.

Der Fahndungserfolg stellte sich in der Nacht zu Donnerstag (12.11.) in Schwerte ein. Kurz nach 3.30 Uhr schlug die Alarmanlage des Mazda-Autohauses Bonnermann & Hüls an der Grünstraße/Ecke Schützenstraße im Gänsewinkel an. Wie aus dem Unternehmen bestätigt wurde, war dort ebenfalls eine Glasscheibe eingeschlagen worden. Doch diesmal war schnell eine Polizeistreife zur Stelle. Noch auf frischer Tat - so der Polizeisprecher - wurden zwei Männer bei dem versuchten Einbruchsdiebstahl festgenommen. Seinen Angaben zufolge handelte sich um einen 27-Jährigen und einen 34-Jährigen, die im Märkischen Kreis wohnen.

Die Männer waren schon einmal ins Visier der Ermittler geraten

Die beiden Männer waren für die Beamten kein unbeschriebenes Blatt. Sie waren schon einmal ins Visier der Ermittler geraten, nachdem sie Mitte Oktober bei einem Tages- und Wohnungseinbruch in Ense (Kreis Soest) auf frischer Tat ertappt worden waren. Mit dabei gewesen war damals auch noch eine 28-jährige Frau aus Hagen. Diese wurde jetzt ebenfalls vernommen, danach aber wieder entlassen.

Verdächtige sitzen jetzt in Untersuchungshaft

Die beiden Männer dagegen wurden am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Sie sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

„Den Verdächtigen werden jede Menge Taten zur Last gelegt“, sagt Polizeisprecher Dietmar Boronowski. Bis heute würden dem Trio mindestens 30 Einbruchsdelikte in Hagen, Castrop-Rauxel, Düsseldorf, Unna und dem Märkischen Kreis vorgeworfen: „Jetzt geht es an die kriminalistische Aufarbeitung.“ Um die einzelnen Tatorte den Verdächtigen zuordnen zu können, würden dabei unter anderem DNA-Spuren gesichert.

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