Post bei Facebook sorgt für Aufruhr in Schwerte

Mann soll Kind angesprochen haben

Ein Mann soll vor einem Supermarkt ein kleines Mädchen angesprochen und ihr Sammelkarten angeboten haben. Weiteres habe eine Passantin verhindern können. So steht es in einem Facebookpost, der in Schwerte aktuell für Aufregung sorgt. Doch die Polizei gibt Entwarnung.

SCHWERTE

29.09.2017, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für große Aufregung sorgte jetzt ein Post in einer Schwerter Facebookgruppe, der in Windeseile auch via WhatsApp weiterverbreitet wurde. In dem veröffentlichten Post war berichtet worden, dass ein erwachsener Mann im Bereich des EDEKA-Marktes an der Letmather Straße in Ergste ein kleines Mädchen angesprochen und ihr Sammelkarten angeboten haben soll. Eine Passantin habe Weiteres verhindert. Eltern insbesondere in Ergste wurden aufgefordert, auf ihre Kinder zu achten und den Post zu teilen.

„In Wirklichkeit war alles ganz anders“, erklärte Polizeisprecher Thomas Röwekamp gestern in einer Mitteilung. Man sei misstrauisch geworden, weil der Verfasser mit seiner Internetnachricht zwar die Öffentlichkeit in Panik versetzte, aber unterlassen hatte, die Polizei zu benachrichtigen.  Man ging den Gerüchten nach und stieß auf eine ganz andere Geschichte. Es stellte sich heraus, dass die 10-jährige Schwerterin, den Mann in der Vergangenheit bereits mehrfach im EDEKA-Markt angesprochen hatte. Sie habe ihn gefragt, ob sie die Sammelkarten, die an der Kasse des Marktes an Kunden verteilt werden, haben könne.

Polizei bittet: Posts nicht ungeprüft veröffentlichen

Der Mann hatte ihr seine Sammelkarten gegeben. Die Polizei ermittelte den 42-jährigen Schwerter und befragte ihn zu dem Vorfall. Er bestätigte, dass er das Mädchen keinesfalls angesprochen habe. Auch zum Mitkommen habe er sie nicht versucht zu bewegen. Vielmehr bestätigte er, dass das Mädchen ihn angesprochen habe und dass es in der Tat ausschließlich um die begehrten Sammelkarten gegangen sei. Wie daraus das Gerücht entstehen konnte, ist ungeklärt.

Polizeisprecher Röwekamp bittet dringend darum, nicht einfach Posts zu veröffentlichen: „Sollten Sie tatsächlich etwas Verdächtiges beobachten, so rufen sie zunächst die Polizei.“

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