Post kürzt Schalterzeiten: An drei Tagen nur noch halbtags geöffnet

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Vor verschlossenen Türen standen Schwerter am Montag in der Hauptpost am Postplatz. Überraschend waren die Öffnungszeiten kräftig gekürzt worden. Man muss den Besuch jetzt genau planen.

Schwerte

, 06.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manche mussten ein schweres Paket wieder mit nach Hause schleppen. Andere mühten sich, irgendwie dem Automaten die passenden Briefmarken zu entlocken. „Unglaublich - diese Post“, hörte man eine Kundin sagen, die auf dem Treppenabsatz kehrt machen musste. Sie sprach wohl für viele, die am Montagnachmittag überraschend vor verschlossenen Schaltern standen. Die Öffnungszeiten der Hauptpost Schwerte am Postplatz, die offiziell als Postplatz-Finanzcenter firmiert, waren kräftig zusammengestrichen worden.

Zu Wochenbeginn gibt es nur noch drei halbe Tage

Das erfuhr man aber nicht direkt an der Haustür. Dort waren immer noch die gewohnten Öffnungszeiten angeschlagen. Erst wer alle Stufen bis in die Kundenhalle hinaufgegangen war, stand vor dem Aushang hinter der verschlossenen Glaswand. Dort wies ein Zettel auf „Vorübergehend angepasste Öffnungszeiten“ hin. Nach diesen Angaben ist derzeit am Montagnachmittag und Mittwochnachmittag sowie am Dienstagmorgen geschlossen.

Am Montag- und Mittwochnachmittag sowie am Dienstagmorgen ist die Post jetzt geschlossen, wie ein Aushang an der Scheibe vor den Schaltern erklärt.

Am Montag- und Mittwochnachmittag sowie am Dienstagmorgen ist die Post jetzt geschlossen, wie ein Aushang an der Scheibe vor den Schaltern erklärt. © Reinhard Schmitz

„Der Grund dafür sind Personalausfälle“, erklärte Postbank-Pressesprecher Ralf Palm (Bonn) auf Nachfrage. Oft könne eine solche Situation durch den Einsatz von „Springern“ oder von Kollegen aus anderen Filialen aufgefangen werden: „Dies gelingt nicht immer, daher kann es in Einzelfällen auch zu längeren Wartezeiten für die Kunden oder einer temporären Schließung der Filiale kommen.“ Man setze alles daran, weitere Service-Einschränkungen für die Kunden nach Möglichkeit zu vermeiden. Wegen der Kurzfristigkeit der Anfrage - so der Sprecher weiter - könne er aber zum jetzigen Zeitpunkt keine Prognose abgeben.

Zu Beginn der Coronakrise gab es schon einmal Kürzungen

Schon einmal hatte die Hauptpost Schwerte ihre Schalterstunden in der Coronakrise zusammengestrichen. Der Schritt in der zweiten Aprilhälfte hatte die Kunden aber nicht so drastisch getroffen wie jetzt. Denn damals war nur an drei Tagen in der Woche die Schließzeit von 18 auf 17 Uhr vorverlegt worden. Als Hintergrund wurde damals ein veränderter Personaleinsatz genannt. Zum Schutz vor einer Ansteckung hatte man voneinander getrennte Teams gebildet, die sich im Schichtbetrieb abwechselten.

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Überraschungen von ihrer Post sind die Schwerter gewohnt. Wenn mal wieder - wie in der Vergangenheit in Regelmäßigkeit mehrmals im Jahr geschehen - wegen einer Betriebsversammlung den ganzen Tag geschlossen ist, wundert sich kaum noch jemand. Zumindest aber sind die Warteschlangen in der Regel nicht mehr so lang, seit die Abholung von Paketen teilweise auf andere Postfilialen in den Ortsteilen verlagert worden ist.

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