Radtour wirbt für Organspende

850 Kilometer in 2 Wochen. Kein ungewöhnliches Pensum für eine Radtour. Außergewöhnlich wird diese Fahrt, wenn drei Nieren-Transplantierte und zwei Dialyse-Patienten sie bestreiten. Mit ihrer Tour von Münster nach Würzburg wollen die Fünf auf das Thema Organspende aufmerksam machen und ihre Leistungsfähigkeit und Lebensqualität demonstrieren. Gestern fuhren sie durch Schwerte.

von Von Nicole Jankowski

, 23.07.2007, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es gibt Getränkepausen, eine Banane als Snack – und einen Nachmittag für die Dialyse. So lautet die Planung für die vierzehntägige Radtour, die die Fahrer rund um Wolfgang Ludwig vom Verein Transdia aufgestellt haben. Gestern fuhr das fünfköpfige Team durch Schwerte, auf dem Ruhrtal-Radweg entlang, am Haus Ruhr vorbei.

Neue Niere vor 16 Jahren

Neben Ludwig, der vor 16 Jahren eine neue Niere erhielt, sind zwei weitere Organempfänger und zwei Dialysepatienten dabei. Von Münster nach Würzburg führt die Radtour das Team. Wolfgang Ludwig, Peter Kreilkamp, Kathrin Bremer, Frank Martinetz, Bernd Kassing wollen demonstrieren, welche Leistungsfähigkeit, Lebensfreude und Lebensqualität Menschen nach einer erfolgreichen Transplantation wieder haben.„Gestern sind wir 88 Kilometer gefahren, von Münster bis in die Massener Heide“, erzählt Ludwig. Die Tagesetappen sind zwischen 50 und 90 Kilometer lang, sie führen das Team auch vorbei an Krankenhäusern und Transplantationszentren, die so den Erfolg ihrer Arbeit „live“ erleben sollen.

Taschen im Begleitwagen

Unterwegs haben die Radfahrer nur leichtes Gepäck: Eine Fahrradtasche, ein Rucksack, natürlich die Tourenkarte. Jürgen Raidt fährt mit einem großen Wagen hinterher und transportiert die schweren Taschen. „So lange das Wetter trocken bleibt, beschweren wir uns nicht“, finden die Fahrer. Auf die Geschwindigkeit kommt es den Radlern zwar nicht an. Dennoch sind sie stolz auf ihre Leistung: „Gestern sind wir einen Schnitt von 17km/h gefahren“, betont Ludwig.

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