Radwege und neue Spuren - so soll die B236 zwischen McDonald’s und Ostentor bald aussehen

rnProjektleiterin spricht über Schwerte

Wie ist die B236 zwischen der A1 und der Ruhrbrücke bald gestaltet? Details sind erst ab 6. Mai zu sehen, wenn der Plan in Schwerte ausliegt. Einiges verrät die Projektleiterin aber vorab.

Schwerte

, 02.05.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Verkehr soll besser fließen. Das sei das obere Ziel bei der Maßnahme, die man für Schwerte plane, erklärt Anja Ruthe. Sie ist Projektleiterin beim Landesbetrieb Straßen NRW und somit verantwortlich für die Ideen, die auf der B236 zwischen A1 und Innenstadt umgesetzt werden sollen.

Einfach sei das nicht, weiß auch Ruthe. „Wir haben schon probiert, das Maximum herauszuholen, um die Verkehrssituation so gut wie möglich zu gestalten.“ Besonders am unteren Teil der Steigung Hörder Straße sei es aber nun einmal eng: „Die Häuser stehen dort nah an der Straße - und die größte Engstelle ist nun einmal dort, wo die Bahnbrücken sind.“

Die untere der beiden Brücken - also die, die näher an der Kreuzung mit der Karl-Gerharts-Straße ist - soll denn auch abgerissen und durch eine breitere ersetzt werden. Die Pfeiler auf dem Bürgersteig stören nicht nur Fußgänger und Radfahrer, sondern eben auch die Planer, die den Verkehrsfluss erhöhen wollen.

Bergauf zwei Spuren, bergab weiterhin nur eine

Wie das gehen soll? Die Planungen sehen eine weitere Spur für die B236 vor - „allerdings nicht durchgehend“, wie Projektleiterin Ruthe direkt einschränkt. Und es gehe auch nur um die Bergauf-Spur - also, die, die von Schwerte zur A1 führt.

Auf einigen Teilstücken soll die zweite Spur eine reine Geradeaus-Spur sein. In der Nähe einiger Kreuzungen soll die zweite Spur den Abbiegern vorbehalten sein.

Warum gerade bergauf? An einer Steigungsstrecke würden Pkw nun einmal schneller anfahren als Lkw, erläutert Ruthe. Weitere Spuren würden gerade dort den Verkehrsfluss erhöhen.

Für eine zweite Spur bergab sei allerdings kein Platz mehr - und unten am Berg gebe es ja nun auch den Engpass unter den Bahnbrücken. Eine einfache Lösung, den Stau an der Kreuzung zur Innenstadt zu beseitigen, hat auch Straßen NRW nicht.

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Neue Ampelschaltung und getrennter Rad- und Gehweg

„Zur Maßnahme gehört aber auch einiges, was man nicht sehen wird“, unterstreicht Anja Ruthe. Eine geänderte Ampelschaltung beispielsweise. Die Grünzeiten sollen stärker davon abhängig sein, wie viele Fahrzeuge in welche Richtung unterwegs sind.

Bergab sollen zudem Rad- und Gehweg getrennt werden. Nur unter den Bahnbrücken sei das eben nicht möglich. Dafür solle es bergauf einen gemeinsamen Weg für Fußgänger und Radfahrer geben.

Bürger und Straßen NRW tauschen jetzt die Argumente aus

Die weitere Planung liegt jetzt bei der Bezirksregierung Arnsberg. Von 6. Mai bis einschließlich 5. Juni liegen die Pläne im Schwerter Rathaus aus. Dann können Bürger knapp sechseinhalb Wochen lang schriftlich Kritik und Anregungen zu den Ideen von Straßen NRW äußern. In der Folge tauschen die Seiten die Argumente aus. Dann entscheidet Arnsberg, was gebaut werden darf.

Und rein theoretisch könnte danach noch jemand klagen. Das würde weitere Jahre ins Land streichen lassen.

Insofern will sich auch Anja Ruthe lieber nicht dazu äußern, wann ihrer Meinung nach denn nun Bagger zu diesem Teil der B236 rollen könnten. Nur einen Satz sagt sie dazu: „Ich gehe schon davon aus, dass die Maßnahme in zehn Jahren gebaut ist.“

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