Rat vermisst Konzept, unterstützt die Radstation aber weiter

Am Bahnhof

Das Geschäftsmodell der Radstation im Bahnhof ist alles andere als kostendeckend. 23.000 Euro zahlten der Kreis Unna und die Stadt Schwerte in diesem Jahr als Unterstützung. Jetzt hat der Rat erneut Gelder bewilligt - fordert aber ein konkretes Konzept.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 27.09.2013, 06:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jens Wegener hatte am Donnerstag neben den rund 60 Stammkunden, die hier ihr Rad parken und mit der Bahn weiter fahren, nur fünf weitere Kunden in der Radstation. Die Einrichtung arbeit nicht kostendeckend.

Jens Wegener hatte am Donnerstag neben den rund 60 Stammkunden, die hier ihr Rad parken und mit der Bahn weiter fahren, nur fünf weitere Kunden in der Radstation. Die Einrichtung arbeit nicht kostendeckend.

Rund 23.000 Euro zahlten Kreis und Stadt in diesem Jahr an die AWO-Tochter DasDies GmbH, um die Verluste auszugleichen. In den kommenden beiden Jahren wird es nicht anders sein. Bei der Bewilligung von erneut 10.000 Euro pro Jahr hat der Rat nun vehement ein Betriebskonzept von der Firma gefordert, um die Verluste zu begrenzen. Stefan Rose, bei der AWO für die Radstationen zuständig, erklärte am Donnerstag: „Das ist doch alles im Betriebsvertrag zwischen uns der Stadt und dem Kreis geregelt.“ Die Stadt sieht das anders. „Den Betriebskostenzuschuss gibt es nur noch, wenn der Träger ein Konzept vorlegt“, so CDU-Fraktionschef Marco Kordt.

Die SPD würde den Zuschuss sogar gerne ganz streichen. „Das war nie als Dauerfinanzierung gedacht.“ Letztlich wurden die Zuschüsse aber auf Betreiben der Grünen in den Haushalt eingestellt. Mit einem Sperrvermerk: Auszahlung nur mit neuem Konzept. Das Problem ist allerdings strukturell. Denn eigentlich braucht eine Radstation mindestens 1000 Stellplätze, um finanziell über die Runden zu kommen, hat eine Studie der AWO festgestellt. Deshalb wurden nun Fördergelder für einen Ausbau beantragt.  

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