Rat will mehr kostenloses WLAN für alle Schwerter

Hotspots in der Innenstadt

Mehr kostenloses WLAN für alle Schwerter wünscht sich der Generationenausschuss des Rates. Er beauftragte am Donnerstagabend die Verwaltung, zu prüfen, wie das machbar sei. Ursprünglich ging es in dem Antrag der Grünen nur um mehr WLAN in Flüchtlingsunterkünften, jetzt soll es mehr kostenloses WLAN für alle geben.

SCHWERTE

, 11.11.2016, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rat will mehr kostenloses WLAN für alle Schwerter

Am Bahnhof gibt es WLAN-Hotspots.

Eigentlich wollten die Grünen mehr WLAN für Flüchtlinge haben. Auf dem Hintergrund des Streits um den mit Nato-Draht bewehrten Zaun neben einem Flüchtlingsheim an der Binnerheide hatte Grünen-Ratsherr Reinhard Streibel argumentiert: „Den Geflüchteten ist es ein wichtiges Anliegen, Kontakt zu ihren Familien und Freunden aus dem Heimatland aufzunehmen.“ Das haben auch den Streit an der Binnerheide ausgelöst. Hier hatten die Flüchtlinge ein Nachbargrundstück betreten, um besseren Handy-Empfang zu haben.

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Doch den Antrag der Grünen, zu prüfen, wie man die Flüchtlingsunterkünfte mit WLAN ausstatten könne, fand der CDU-Ratsherr Egon Schrezenmaier zu kurz gegriffen. „Flüchtlinge sind ja nicht die einzige Gruppe, die WLAN braucht“, erklärte er. Deshalb solle man generell für mehr Hotspots in Schwerte sorgen. Das könne man auch mithilfe von Gewerbetreibenden tun. „Die gesetzlichen Vorschriften sind da ja gelockert worden“, so Schrezenmaier. Er hoffe, die WLAN-Versorgung über Sponsoren zu ermöglichen.

Hotspots für alle, nicht nur für Flüchtlinge

Auch wenn die SPD den erweiterten Antrag letztlich mitgetragen hat, formulierte die Stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meise Bedenken. „Ich finde es nicht gut, wenn wir hier Flüchtlinge gegen den Rest der Gesellschaft stellen.“ Letztlich gehöre der Ausbau von freien Internetzugängen in der Stadt aber zum Programm ihrer Partei, betonte sie.

Schon jetzt gibt es kostenloses WLAN in der Innenstadt. Die Stadtwerke haben gemeinsam mit der Sparkasse einige sogenannte Hotspots angelegt. Die Technik sei etwas aufwendiger als der Router zuhause, erläuterte Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Grüll gestern auf Anfrage. Das liege daran, dass die Geräte leistungsfähiger und robuster sein müssen. Dennoch entfalle der Großteil der Kosten auf den Betrieb.

Die Hotspots der Stadtwerke befinden sich in der Bahnhofstraße rund um das eigene Gebäude und die Sparkasse, am Bahnhof, auf dem Marktplatz, rund um das Hallenbad und im Elsebad. „Wir wollen das Netz noch ein wenig in Richtung Fußgängerzone erweitern“, so Grüll. Dazu suche man weitere Partner aus der Geschäftswelt. Er betonte aber: Die Hotspots sind ein zusätzliches Angebot. Grundsätzlich habe nahezu jedes Schwerter Haus eine Möglichkeit, einen Internetanschluss zu erhalten.

Begriffe kurz erklärt
  • Wireless LAN oder WLAN bezeichnet ein lokales Funknetz, meist um eine Verbindung zum Internet herzustellen.
  • In England, den USA und vielen anderen Ländern wird auch der Begriff Wi-Fi verwendet.
  • Hot Spots sind öffentliche drahtlose Internetzugriffspunkte.
  • Als Open WLAN bezeichnet man einen Hot Spot, dessen Betreiber ihn kostenlos zur Verfügung stellt

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