Real- und Hauptschule haben schon Erfahrungen

Inklusion wird konkret

Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung wird konkret. Die Eintrachtschule und die Realschule am Bohlgarten richteten bereits entsprechende Klassen ein. Weitere Schulen, darunter auch das FBG, sollen bald folgen.

SCHWERTE

12.07.2011, 21:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei der Inklusion lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam in einer Klasse.

Bei der Inklusion lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam in einer Klasse.

Die Realschule Bohlgarten und die Eintrachtschule haben im laufenden Schuljahr bereits Erfahrungen mit einer inklusiven Klasse in der Jahrgangsstufe fünf gemacht. Die Bilanz der Realschule fällt gemischt aus. „Uns ärgert, dass das Land eine Anordnung erlässt, ohne die entsprechenden personellen und materiellen Rahmenbedingungen zu schaffen“, sagt Dorothee Müller. Sie ist die verantwortliche Lehrerin der Klasse 5a. Fünf Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen sind in die Klasse integriert.Unterstützt werden die Klassenlehrerin und ihre Kollegen von einem Förderlehrer der Schule an der Ruhr. Dieser ist aber nur während der Hälfte der wöchentlichen Unterrichtszeit anwesend. „Zu wenig“, findet Dorothee Müller. Schulleiterin Anne Grass (Foto) prangert außerdem an, dass ein echtes Konzept fehlt. „Das Urteil der EU zur Teilnahme aller Schüler an einer Regelschule wurde zwar schnell umgesetzt, aber pädagogisch nicht sinnvoll aufgearbeitet.“ Für die betroffenen Lehrer bedeute dies ein Mehraufwand. „Sie müssen selbst Material entwerfen, um die Schüler mit Förderbedarf zu integrieren“, sagt Grass. Grundsätzlich befürworten die Lehrer der Realschule die Inklusion. „Wenn der Rahmen stimmt, profitieren alle Schüler davon. Die Kinder zeichnen sich oft durch eine soziale Kompetenz aus“, sagt Dorothee Müller.

Lesen Sie jetzt