Kita-Regenbogen-Kinder in Ergste bleiben per Video in Kontakt

rnCoronavirus

Für die Kinder fühlte sich die Corona-Krise zuerst an wie Ferien. Dann fing das Vermissen an. Die Regenbogen-Kindergarten in Ergste bleibt jetzt kontaktlos in Kontakt mit den Kleinen.

Ergste

, 09.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An einem Freitag war noch normal Kindergarten, am nächsten Montag nicht mehr. Ferien eben. So nahm die kleine Marie Arndt die Corona-Krise zuerst wahr.

Doch dann merkte sie, dass sie auch ihre Freunde aus dem Regenbogen-Kindergarten in Ergste und die Erzieherinnen nicht mehr treffen konnte und diese Ferien hörten auf, witzig zu sein.

Eine Video-Botschaft aus dem Kindergarten

Doch dann bimmelte vor zwei Wochen das Handy von Monika Arndt, ihrer Mutter. Die Eltern der Regenbogenkinder sind in WhatsApp-Gruppen miteinander verbunden. Und wer sich da meldete, waren die Erzieherinnen aus dem leeren Kindergarten.

Was das plötzlich auf den Handys der Eltern aufploppte, war ein Video und sogar eines mit Wumms. Die Erzieherinnen erzählten in dem Video ein Märchen und zwar in der Erzählweise japanische Kamishibais (Bildergeschichten).

Das war das Ende der langweiligen Corona-Ferien, das war der Beginn der spannenden und abwechslungsreichen Corona-Ferien.

Zuerst antworteten viele der Kinder mit eigenen Video-Antworten, dann veröffentlichte das Team von Regenbogen-Leiterin Katja Sonnenschein ein zweites Video. Dieses Mal nicht nur mit einer spannenden Hexen-Geschichte, sondern auch mit einer Hausaufgabe.

Täglicher Spaziergang zum Kindergarten

Die Kinder sollten ein Bild zur Geschichte mal und in den Regenbogen-Briefkasten werfen. Beim Vorbeibringen der Bilder entdeckten die Kinder am Zaun der Einrichtung weitere kleine Märchen. Am nächsten Tag flatterten die gemalten Bilder säuberlich laminiert am Baum von dem Gebäude.

Und da dachte Monika Arndt: „Es wird mal Zeit, dass sich auch die Erzieherinnen über eine kleine Überraschung freuen können.“ Und sie organisierte eine kleine Bastelaktion. Die Kinder sollten Steine sammeln, und mit bunten Grüßen bemalen.

Dann, eines Morgens, trauten die „Kindergärtnerinnen“ ihren Augen nicht. Die Treppe vor dem Haus war voller bunter Steine. Und wenig später war natürlich auf allen Eltern-Handys ein Video von der Entdeckung zu sehen.

Video-Konferenzen mit den besten Freunden

Mittlerweile geht es in den in der WhatsApp-Gruppe ziemlich wild zu. Eltern berichten, wie viel Spaß es den Kindern gemacht, die Steine zu sammeln und zu bemalen. Videos werden geteilt. „Und es soll schon Video-Konferenzen der Kinder mit ihren Freunden gegeben haben“, berichtet Monika Arndt.

Damit wird der Kindergarten zu einem digitalen Erlebnis für die Kinder. Vielleicht ist das eine Kompensation dafür, dass die „Schukis“, die angehenden Schulkinder, ihre Abschlussfeier im Regenbogen Corona-bedingt verpassen werden.

Doch nein, das soll nicht sein. Katja Sonnenschein verspricht, dass es auf jeden Fall eine Feier geben soll: „Dieses Erlebnis sollte jedes Kind haben.“

Lesen Sie jetzt