Regionale: Keine Millionen-Förderung für Schwerte

Wettbewerb der Landesregierung

Fördermittel in Millionenhöhe hatten sich Schwerte, Hagen, der Ennepe-Ruhr-Kreis und Fröndenberg von der Regionale versprochen. Unter dem Titel „Region im Fluss – mittendrin in NRW“ wollte man mehrere Projekte wie zum Beispiel ein Erlebnismuseum umsetzen. Doch jetzt kam die Absage.

SCHWERTE

, 30.03.2017, 19:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Regionale: Keine Millionen-Förderung für Schwerte

Die Ruhr am Hengsteysee in Hagen.

Das Förderfestival, das von 2022 bis 2025 Geld in diese Region spülen sollte, findet jetzt jedoch anderswo statt. Und das obwohl man noch im Dezember siegessicher war. 

Die Jury entschied sich zwar, gleich drei der sieben Bewerber zu fördern. Doch das sind Ostwestfalen-Lippe, das Bergische Rheinland und Südwestfalen. Allesamt Regionen, die bereits früher schon bei Regionalen berücksichtigt wurden. Die Erfahrung und die bereits vorhandenen Strukturen könnten ein Grund dafür sein, dass die Bewerbungen von der Landesregierung besser bewertet wurden, vermutet Stadtplaner Adrian Mork.

„Ich kann da aber nur mutmaßen, wir haben lediglich die Absage von Minister Michael Groschek bekommen“, sagte er am Donnerstag auf Anfrage. Auf jeden Fall sei es nicht so gewesen, dass sich sieben neue Bewerber mit gleichen Voraussetzungen um die Mittel beworben hätten.

Dennoch gab es aus Sicht der Stadt Schwerte auch Positives. Das Ablehnungsschreiben habe zumindest den hohen Natur- und Freizeitwert der Ruhr in diesem Bereich anerkannt. Das lasse hoffen, dass man das eine oder andere Projekt anders umsetzen könne.

Landesregierung will Unterstützung prüfen

In einer Pressemitteilung der Landesregierung hob man allerdings ausschließlich „Problemlagen entlang der B7“ ab. Für die seien nun anders zukunftsweisende Lösungen zu finden. Die Landesregierung werde prüfen, wie sie diesen Prozess unterstützen könne. Die Bundesstraße spielte im gemeinsamen Antrag eine wichtige Rolle, weil sie Hagen mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis verbindet. Die Kooperationspartner Schwerte und Fröndenberg liegen aber definitiv nicht an der Bundesstraße.

Hagens Oberbürgermeister Erik Schulz kündigte an, für die Regionale-Projekte jetzt den Regionalverband Ruhr in die Pflicht nehmen zu wollen.

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