Rohrmeisterei Schwerte: Durch diesen Glaskasten muss bald jeder Veranstaltungsgast gehen

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Um den Frieden mit den Anwohnern zu wahren, gibt bald es einen gläsernen Lärmschutz an der Rohrmeisterei. Wann wird er fertig? Und wie sieht es eigentlich in Sachen Parkplatzgebühren aus?

Schwerte

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Jahrelang hatten Anwohner aus dem nahen Umfeld der Rohrmeisterei in Schwerte über den Lärm bei Veranstaltungen geklagt. Und denen geht wahrscheinlich beim Anblick des großen verglasten Kubus vor der Rohrmeisterei das Herz auf.

Das durchsichtige Konstrukt soll den Lärm weitestgehend in den Veranstaltungshallen halten. Ein zusätzlicher Trick soll doppelt für mehr Ruhe sorgen: „Man betritt den Windfang von den Seiten aus. So muss der Schall nicht nur die doppelten Türen überwinden, sondern sich auch noch um die Ecke ins Freie bewegen“, sagte Rohrmeisterei-Chef Tobias Bäcker vor Baubeginn im Mai.

Aber wann ist der Windfang denn nun endgültig fertig?

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Es gibt verschiedene Definitionen von „fertig“

Das komme ganz darauf an, wie genau man „fertig“ definiere, sagt der Geschäftsführer der Rohrmeisterei: „Wenn man davon ausgeht, dass er seine Lärmschutzfunktion annehmen soll, dann ist der Windfang tatsächlich fertig.“ Denn die Türen und Wände im Glaskubus seien eingebaut und können Musik und andere Geräusche zurückhalten, wenn sich die großen Türen der Rohrmeisterei öffnen und schließen.

Rohrmeisterei Schwerte: Durch diesen Glaskasten muss bald jeder Veranstaltungsgast gehen

Mit doppelten Türen und Wänden soll der Lärm nicht mehr mit voller Wucht nach draußen dringen. © Alleen Kierstein

Wenn man den Windfang als fertig bezeichne, sobald Bodenfugen und Leuchten eingesetzt sind, dann könne man erst in zwei Wochen von einer abgeschlossenen Maßnahme sprechen.

Und wer einen fertigen Windfang meint, an dem schon die endgültige Bauabnahme stattgefunden hat, der müsse sich noch etwas gedulden, so Tobias Bäcker. „Das dauert noch. Irgendwann kommen auch noch Bilder, Pflanzen und Sichtschutzaufkleber auf den Glasplatten. Das geschieht aber nach und nach.“

400.000 Euro für den Frieden mit den Nachbarn

Rund 400.000 Euro habe man im Vorfeld für den Schallschutz kaluliert. Dazu gehört aber nicht nur der neue gläserne Windfang, sondern auch eine vier Meter hohe Lärmschutzwand am Rande des Parkplatzes.

Die steht schon und wurde erst in der vergangenen Woche von Schülern während eines Ferienworkshops von Faktor Ruhr bemalt. „Wir konnten alle Kosten im kalkulierten Rahmen halten. Das ist super verlaufen“, sagt Tobias Bäcker.

Was denn zeitlichen Rahmen angeht, dazu erklärt Bäcker: „Als wir vor zwei Jahren mit den Nachbarn das Konzept für den Lärmschutz erstellt haben, da gab es einen anderen Zeitplan. Die Veränderungen haben wir aber durchgehend kommuniziert. Jetzt sind wir fast fertig und natürlich hoffen wir, dass die Lösung für alle gut ist.“

Rohrmeisterei-Parkplatz soll kostenpflichtig werden

Außerdem hatte Tobias Bäcker schon im Februar - kurz vor Beginn der Baurarbeiten - angekündigt, dass das Parken an der Rohrmeisterei nicht länger umsonst bleiben soll. Man wolle Parkplatzgebühren einführen.

Damals hatte man als frühestmöglichen Stichtag den 1. April 2019 gesehen. Doch noch ist es nicht so weit. Einen genauen Termin für den Start der Parkgebühren möchte Tobias Bäcker nach wie vor nicht nennen. Auch wenn alles steht, wolle man erst noch einen Probelauf starten. Den Termin und auch die Preise würden rechtzeitig bekannt gegeben.

Termine und Preise werden rechtzeitig bekannt gegeben

Fest steht aber, dass im Rahmen der Baumaßnahmen am Windfang schon die Kabel für die beiden Schranken an der Einfahrt auf das Gelände mit in die Erde gelegt worden sind. „Das ist teilweise geschehen. Nächste Woche geht es weiter mit den Arbeiten, da müssen wir die Zufahrt mal für ein paar Stunden sperren“, erklärt Bäcker.

Der Rohrmeisterei-Chef ist froh, dass es die Arbeiten in den vergangenen Wochen so schnell voran gekommen sind. „Die Handwerker sind im Moment so gut ausgelastet - da kann es immer zu Verzögerungen kommen.“ Jetzt sei man aber auf der Zielgerade für den Frieden mit den Nachbarn. Was Gäste und Gelegenheitsparker zu den Umstellungen auf dem Rohrmeisterei-Gelände sagen, das wird sich dann zeigen.

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