Rohrmeisterei soll mit Altstadt verbunden werden

Brücke, Steg oder Schwebebahn?

Die Rohrmeisterei sucht Anschluss. Und zwar an die Altstadt. Mit einem großen Architektenwettbewerb soll ein Entwurf für eine Verbindung vom Rohrmeistereigelände bis zum Wuckenhof gefunden werden. 1,2 Millionen Euro Fördergelder wurden bereits vom Land dafür in Aussicht gestellt.

SCHWERTE

, 20.05.2016, 04:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rohrmeisterei soll mit Altstadt verbunden werden

Der Pfeil zeigt, an welcher Stelle die Rohrmeisterei und die Altstadt verbunden werden sollen.

Stadtplaner Adrian Mork erläuterte hierzu am Mittwochabend: „Das integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt reicht vom Bahnhof bis zur Ruhr.“ Während der Bahnhofsvorplatz, der derzeit umgebaut wird, bereits im Herbst fertig sein soll, werde nun das Feld von der anderen Seite aufgerollt.

Studenten haben Ideen für Anbindung an die Stadt entwickelt

Und die beginnt an der Rohrmeisterei. „Schon lange wünschen wir uns eine bessere Anbindung an die Innenstadt“, erklärt Stiftungsvorstand Tobias Bäcker. 2011 hatte man die Studenten von fünf Universitäten gebeten, ihre Ideen für eine Anbindung der ehemaligen Pumpstation an die Stadt zu entwickeln. Schon dabei spielte der Steg vom Rohrmeistereigelände zum Wukenhof eine zentrale Rolle.

Und etwas wünschen sich auch die Beteiligten. Während die Architektur-Büros, die teilnehmen, noch nicht endgültig gefunden wurden, ist die Jury nicht nur ausgewählt, sondern hat auch zweimal getagt. „Wir gehen mit dem gebotenen Eifer, aber auch kritisch an die Sache heran“, versprach CDU-Fraktionschef Marco Kordt, der zu den Vertretern des Rates gehört. Es sind aber auch die Architekturprofessoren Klaus Selle und Kunibert Wachten, die 2011 den studentischen Workshop geleitet hatten, und Vertreter der Stadt mit an Bord.

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Damit auch die Schwerter Bürger ein Mitspracherecht haben, werde es ein zweistufiges Verfahren geben. So soll es Anfang September eine Ausstellung mit den Entwürfen geben. Im Anschluss würde die Jury drei davon aussuchen und den Architekten die Ideen und Anmerkungen der Fachleute, aber auch der Bürger mit auf den Weg geben.

Land fördert das Projekt, aber Stadt muss auch zahlen

Am Ende entscheidet natürlich der Rat darüber, welcher Entwurf gebaut wird. Denn neben der Landesförderung muss auch die Stadt mit in die Tasche greifen. Ihr Pflichtanteil beträgt immerhin 20 Prozent.

Auf jeden Fall soll die Brücke, der Steg oder was auch immer über das ehemalige Gelände der Wasserwerke, vorbei am Areal der einstigen Stadtmauer und dem Hühnerhof führen.

Bauwerk soll eine Attraktion werden

Ob Brücke, Steg oder Schwebebahn sei egal. Er würde sich einen spektakulären Entwurf wünschen, erklärte Stadtplaner Adrian Mork: „Das Bauwerk an sich muss eine Attraktion sein.“ 

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