Rohrmeisterei-Vorstand will Kultur-Chef werden

Tobias Bäcker

Wer folgt auf den Chef des Städtischen Kultur Betriebs (KuWeBe), Klaus Kilian? Tobias Bäcker, bisher Chef der Rohrmeisterei, hätte da einen Vorschlag: Er will den Job machen. Auch seine überraschenden Gehaltsvorstellungen hat er dem Bürgermeister bereits dargelegt.

SCHWERTE

, 15.08.2014, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rohrmeisterei-Vorstand will Kultur-Chef werden

Tobias Bäcker, Chef der Rohrmeisterei.

Dennoch sehe er in den Arbeitsfeldern auch jetzt schon viele Überschneidungen, so dass Synergieeffekte mögliche seien. Ob das Engagement für die neue Mitte der Stadt rund um St. Viktor oder die Stadtplanung in Richtung Wuckenhof, die Kleinkunst oder beim Welttheater arbeiten KuWeBe und Bürgerstiftung ohnehin schon zusammen. „Etwa ein Drittel meiner Arbeitszeit widme ich bereits jetzt diesen Themen“, so Bäcker. Deshalb sei er überzeugt, dass die Belastung durch die zusätzlichen Aufgaben zu stemmen seien. Seine Motivation seien vor allem die gesellschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten, die die Tätigkeit des KuWeBe-Vorstandes mit sich bringe. Vor allem gebe es aber zwei Schwerpunkte, die ihm dabei besonders am Herzen lägen, die Wechselwirkung von Kultur- und Stadtentwicklung und die Verbesserung des Angebots für 15 bis 25-Jährige in Schwerte. Das sei nämlich die Generation, die aktuell zu kurz komme.

Eine Gefahr für die Vielfalt der Kultur in Schwerte sieht er nicht, auch wenn dann viele Fäden in einer Hand zusammen laufen. „Die Vielfalt der Kultur besteht ja nicht aus Klaus Kilian und mir, sondern aus den vielen Gruppen und Initiativen“, so Bäcker. Und letztlich sei ja auch die Rohrmeisterei aus so einer Initiative entstanden, so dass die freien Träger genau jene Art von Kultur verkörperten, für die auch sein Herz schlage. Laut aktueller Satzung wird der Vorstand des KuWeBe vom Verwaltungsrat auf die Dauer von fünf Jahren bestellt. Er ist auch für die Ernennung, Einstellung und Beförderung der Beamten und Angestellten des KuWeBe zuständig. Die Mitglieder des Verwaltungsrates bestimmt der Rat der Stadt, bis auf den Vorsitzenden. Der ist laut Satzung immer der zuständige Beigeordnete, aktuell Kulturdezernent Hans-Georg Wink-ler.

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