Roma fürchten Abschiebung

Arbeitskreis Asyl

SCHWERTE Alarm beim Arbeitskreis Asyl: Ein Abschiebeflug für Roma sollte am Mittwoch in Düsseldorf in Richtung Kosovo starten. „Wir wissen nicht, ob und für welche Flüchtlinge aus Schwerte so etwas vorbereitet wird“, wuchs die Unsicherheit bei Sprecher Hans-Bernd Marks. Auch wenn er erfuhr, dass seine Schützlinge diesmal nicht betroffen waren.

von Von Reinhard Schmitz

, 17.03.2010, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hans-Bernd Marks, Sprecher vom Arbreitskreis Asyl in Schwerte.

Hans-Bernd Marks, Sprecher vom Arbreitskreis Asyl in Schwerte.

„Es gibt keine Abschiebeliste“, beruhigt Silke Schmücker von der Pressestelle des Kreises Unna. Nachdem die Bleiberechtsregelung Ende 2009 ausgelaufen war, müsse das Ausländeramt jeden Einzelfall daraufhin prüfen, ob eine letzte Verlängerung bis 2011 möglich ist. Danach müssten die Betroffenen ihren Lebensunterhalt selbst sicher stellen. Da derzeit erst die Prüfungen laufen, sind Abschiebungen laut Silke Schmücker „nicht akut“.

Dem Arbeitskreis Asyl fällt der Überblick schwer, weil er die Adressen der Roma nicht erfährt, die in eigene Wohnungen ziehen. „Dazu müssten sie eine Einwilligung unterschreiben“, wünscht sich Marks Hilfe von der Verwaltung. Die Abschiebungen der vergangenen Wochen betrafen aber andere Landsleute. Ein Afrikaner musste zurück nach Spanien, wo er europäischen Boden betrat. Ein Syrer indes kam nach wochenlanger Abschiebehaft zurück, weil hinter der Sicherheit in seiner Heimat noch zu viele Fragezeichen standen. 

Lesen Sie jetzt