Rotes Licht für Biker: Erste Polizeikontrollen am Schälk auf der B 236

ERGSTE Frühling. Sonnenschein. Beste-Laune-Wetter: Am Wochenende machten sich viele Biker zur ersten langen Tour des Jahres auf. Über den Schälk sollte diese allerdings nicht mehr führen. Dieser Abschnitt der B 236 ist seit vergangener Woche samstags, sonn- und feiertags für Motorräder gesperrt. Am Wochenende gab es erstmals Kontrollen.

von Von Hilke Schwidder

, 23.03.2009, 07:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Im Vergleich fahren heute deutlich weniger Motorräder über den Schälk als sonst“, zog Dirk Koye nach zwei Stunden eine erste Bilanz. „Letztes Jahr sind an so einem Tag 40 bis 50 Motorradfahrer pro Stunde durchgekommen. Jetzt habe ich gerade einmal 18 angehalten.“ Dass die Strecke nun gesperrt ist, sei bei vielen Bikern offensichtlich angekommen. Aber längst nicht bei allen. Die meisten der angehaltenen Fahrer zeigten sich entsprechend betroffen ob des übertretenen Verbots. Sie zahlten unverzüglich das Verwarngeld. Ein Verkehrsteilnehmer allerdings, so berichtete Dirk Koye, sei direkt auf ihn zugekommen – wohl wissend, dass Motorradfahrer am Wochenende den Schälk meiden sollten. „Er sagte: Ich weiß, dass ich hier nicht herfahren darf. Aber ich tue es trotzdem und zahle auch nicht dafür“, berichtet Dirk Koye. Auf diesen Fahrer kommt nun eine Anzeige zu. In letzter Konsequenz kann der Fall bis vor das Amtsgericht kommen und den Entzug des Führerscheins bedeuten. Die Polizei unterscheidet zwischen einem fahrlässigen und einem vorsätzlichen Verstoß. Während der eine den Betroffenen noch 15 Euro kostet, ist der andere bereits 30 Euro teuer.

Das Motorradfahren am Schälk wird seit Jahren kritisiert, weil die Strecke immer wieder Raser angelockt hatte. Mehrfach hatten sich Unfälle ereignet. Selbst Rüttelstreifen konnten die Raser nicht zur Einsicht bringen. Nun soll es das Verbot bewirken. Dirk Koye vermutet, dass viele Motorradfahrer in Zukunft häufiger in der Woche – wenn es erlaubt ist – über den Schälk fahren. Die Überprüfung am Samstag soll aber nicht die einzige gewesen sein.

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