Viele Menschen waren der Einladung der Stadtverwaltung gefolgt und haben am Runden Tisch Platz genommen. © Stadt Schwerte/ Ingo Rous
Hochwasserschutz

Runder Tisch zum Hochwasserschutz: Welche Maßnahmen helfen weiter?

Vertreter der Stadt trafen sich an einem Runden Tisch mit ansässigen Unternehmern, dem Elsebad und einigen Anwohnern. Die Runde suchte Antworten auf Fragen nach besserem Hochwasserschutz.

Die Stadtverwaltung und Bürgermeister Dimitrios Axourgos luden zu einem Runden Tisch ein, an dem es Antworten auf die Fragen nach einem geeigneten Hochwasserschutz für die Zukunft zu finden galt.

Im Gespräch ging es um geeignete Schutzmaßnahmen gegen Hochwasserereignisse, wie das im Juli dieses Jahres, welches für schwere Schäden im Elsebad und bei den Anwohnern im näheren Umkreis sowie anderen Teilen von Schwerte gesorgt hatte.

Maßnahmen für den Hochwasserschutz

Mit am Tisch saßen Vertreter des Elsebades, der Kettenfabrik J.D. Theile (JDT), des Gutes Beckhausen und Anwohner ebenso wie die Fachleute der Stadtentwässerung (SEG) und Mitglieder aus dem Verwaltungsvorstand der Stadt. Markus Borchert (SEG), erläuterte noch einmal die Maßnahmen aus einer Genehmigungsplanung, die nach dem Hochwasser 2010 entstanden war.

Das Elsebad war vom Hochwasser betroffen. Helfer versuchten, das Bad schnellstmöglich wieder zu säubern.
Das Elsebad war vom Hochwasser betroffen. Helfer versuchten, das Bad schnellstmöglich wieder zu säubern. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Die sieht den Abbruch einer alten Wehranlage am Werk JDT, Schutzmaßnahmen für das Gut Beckhausen, größere Durchlässe für die Unterquerung des Elsebachs unter der Straße „Am Winkelstück“, die Beseitigung von Sohlstufen und die Offenlegung eines namenlosen Baches an der Straße Am Elsebad / Im Rohlande vor. Diese Maßnahmen sollten dem Hochwasserschutz und der Einhaltung der Wasserrahmenrichtlinien dienen.

Der Kleingartenverein „Amsel“ war ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen.
Der Kleingartenverein „Amsel“ war ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen. © Archiv © Archiv

Nicht alle Beteiligten stimmen zu

Doch sahen die Anrainer, die sich vor dem Runden Tisch zu einem Nachbarschaftsgespräch getroffen hatten, ein Dammsystem im Oberlauf als geeigneter an, um Hochwasserpegel wie im Juli zu verhindern. Der bisherigen Planung würden dagegen nicht alle Beteiligten zustimmen, was für die Umsetzung und Genehmigung aber eine Voraussetzung wäre.

Dass eine neue Machbarkeitsstudie für das favorisierte Dammsystem oberhalb des Elsebades dem Wunsch nach einer schnellen Umsetzung des Hochwasserschutzes im Wege stehen könnte, ist den Anrainern schmerzlich bewusst, denn vor allem das Elsebad bedarf einer schnellen Umsetzung von Schutzmaßnahmen angesichts der hohen Bürgerinvestitionen in die Wiederherstellung von Technik und Gebäude.

In der Altstadt schützte man sich mit Sandsäcken vor den Wassermassen.
In der Altstadt schützte man sich mit Sandsäcken vor den Wassermassen. © Archiv © Archiv

Aber: „Nachhaltigkeit geht vor Geschwindigkeit“, stellte Matthias Holtmann (Elsebad) am Ende des Treffens fest. Auch wenn noch viele Genehmigungen einzuholen sind, hoffen die Anlieger auf eine gute und nachhaltige Lösung in den nächsten Jahren.

Für den Hochwasserschutz sind eine Millionen Euro in den städtischen Haushalt gestellt worden. Der Entwurf der Haushaltssatzung für 2022 wurde am Mittwoch in den Rat eingebracht.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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