Schlaglöcher in Villigst sollen 2017 verschwinden

Landesmittel bereitgestellt

Zwei kilometerlange Schlaglochpisten in Villigst sollen noch in diesem Jahr verschwinden: Auf der Iserlohner Straße und auf der Roten-Haus-Straße kann der Landesbetrieb Straßen NRW die maroden Fahrbahndecken erneuern. Die erforderlichen Mittel sind gerade von der NRW-Landesregierung bereitgestellt worden.

VILLIGST

, 09.02.2017 / Lesedauer: 3 min
Schlaglöcher in Villigst sollen 2017 verschwinden

Seit Jahren ist die Iserlohner Straße in Villigst in schlechtem Zustand.

Die NRW-Landesregierung hat die Gelder für diese Erneuerungen im gerade veröffentlichten Landesstraßen-Erhaltungsprogramm 2017 bewilligt. Das teilte der Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke (SPD) am Donnerstag mit „Diese Baumaßnahmen sind für unseren Straßenverkehr vor Ort ein deutlicher Gewinn, weil er die Leistungsfähigkeit des Gesamtstraßennetzes fördert“, erklärte er. 

Insgesamt 850.000 Euro würden für den rund 2 Kilometer langen Bauabschnitt auf der Iserlohner Straße unterhalb des Ohls bereit gestellt, weitere 750.000 Euro für rund 2,9 Kilometer auf der Roten-Haus-Straße.

Tempo 50 wegen Straßenschäden

Beide gehörten zu den reparaturbedürftigsten Verbindungen, die der Landesbetrieb Straßen NRW auf seine Prioritätenliste gesetzt hatte. Schließlich musste auf der Iserlohner Straße sogar schon auf freier Strecke zwischen Villigst und Rheinen die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 50 herabgesetzt werden, so schlimm waren die Schäden im Asphalt.

Bei einer Befahrung mit der Straßenmeisterei seien die schlechtesten Strecken ausgewählt worden, berichtete Frank Hoffmann, Sachgebietsleiter Betrieb und Verkehr bei der zuständigen Regional-Niederlassung in Bochum. Diese würden der Landesregierung gemeldet, die jetzt für rund zehn Projekte die Mittel frei machte.

Noch kein konkreter Termin

Die Maßnahmen an der Iserlohner- und der Roten-Haus-Straße können nun ausgeschrieben werden. „In der Regel werden sie im Herbst umgesetzt“, so Hoffmann. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht. Man bemühe sich immer, Ferienzeiten zu nutzen.

Damit sollen die Verkehrsbehinderungen, mit denen die Autofahrer während der Deckensanierung rechnen müssen, möglichst gering gehalten werden. Hoffmann kündigte schon an: „Es wird sicherlich das eine oder andere unter Vollsperrung gemacht werden müssen, wenn eine einstreifige Verkehrsführung nicht möglich ist.“

Neue Rekordmarke 

„Mit dem Landesstraßen-Erneuerungsprogramm 2017 setzen wir unseren Grundsatz ,Erhalt vor Neubau‘ unbeirrt fort, denn der Nachholbedarf ist enorm“, sagte Ganzke. Mit einem Volumen von insgesamt 127,5 Millionen Euro setze man eine neue Rekordmarke.

Als SPD und Grüne 2010 in NRW die schwarz-gelbe Landesregierung ablösten, hätten nur 76 Millionen Euro für den Erhalt der Landesstraßen zur Verfügung gestanden. Diese Summe sei seitdem schrittweise um mehr als zwei Drittel erhöht worden.

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