Schluss mit Ein-Euro-Jobs: Aus Geldmangel streicht die Arge 51 Stellen

SCHWERTE Der Arge im Kreis fehlt das Geld für Ein-Euro-Jobber, weil sie zu viele Arbeitslose mit Lohnzuschüssen in "richtige" Beschäftigungen vermittelt hat. 51 Beschäftigungsgelegenheiten beim Maßnahmenträger Signal werden deshalb nicht verlängert.

von Von Reinhard Schmitz

, 05.05.2009, 06:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dunkle Wolken hängen über der Zukunft der beliebten Ruhrtal-Ranger: Die Arge kann ihre Ein-Euro-Jobs zumindest vorerst nicht mehr finanzieren.

Dunkle Wolken hängen über der Zukunft der beliebten Ruhrtal-Ranger: Die Arge kann ihre Ein-Euro-Jobs zumindest vorerst nicht mehr finanzieren.

Schluss ist künftig auch mit der Schulbusbegleitung für die Pestalozzischule, den Helfern im Diakonie-Kleiderbasar und im Rotkreuz-Kinderhort. Auch das Naturfreundehaus Ebberg, die Katholische Akademie, das Elsebad, die Stadtbücherei, das Grete-Meißner-Zentrum sowie der Kanu- und Surf-Verein müssen auf ihre Ein-Euro-Kräfte verzichten. "Für einige ist es persönlich nicht ganz so schlimm, weil sie schon zwölf Monate da waren und ihre Maßnahme ohnehin auslief", erklärt Heppe. Alle "Zwischeneinsteiger" jedoch trifft der Jobverlust wie aus heiterem Himmel.

"Wir müssen im Moment sehr haushalten mit unserem Budget", bedauert Arge-Teamleiter Lothar Stilleke. Und bestätigt, dass der große Erfolg des Programms Jobperspektive zu einem finanziellen Engpass geführt habe. Über 400 Erwerbslose wurden mit 75-prozentigem Lohnzuschuss in Arbeit gebracht – bezahlt aus demselben Topf wie die Ein-Euro-Jobs. Weil ein Großteil der über 30 Millionen Euro deshalb schon gebunden sind, musste die Arge Prioritäten setzen und die Verlängerung der Arbeitsgelegenheiten verschieben. "Ich habe aber berechtigte Hoffnung, dass wir das im Juni gerade biegen können", erklärt Stilleke. Derzeit laufen Verhandlungen über zusätzliche Bundesmittel.

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