Schnadegang: Nachbarn hören Historisches und ganz Neues für Westhofen

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Westofener Nachbarschaften
Stephan Petruschke (2.v.r.) begrüßte die Westhofener Nachbarn auf dem Marktplatz an der Alten Freiheit, bevor sie zu ihrem Schnadegang mit anschließendem Klutengericht aufbrachen. © Manuela Schwerte
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Ihr höchster Feiertag Sup Peiter musste zweimal hintereinander wegen Corona ausfallen.

Beim Schnadegang konnten die Männer der drei Westhofener Nachbarschaften am Samstag (3.9.) endlich wieder Vollgas geben – samt anschließendem Klutengericht. Gemeinsam mit dem Heimatverein hielten sie die Tradition aufrecht.

Die Strecke führte hinauf zur Naturbühne Hohensyburg

Am Marktplatz an der Alten Freiheit begrüßte Stephan Petruschke, Oberrichter der in diesem Jahr ausrichtenden Nachbarschaft Westeneicken, die rund 35 Teilnehmer.

Sie hatten eine anspruchsvolle Strecke vor sich: Über die Hagener Straße ging es vorbei am Logistikzentrum und am Haus Husen hinauf zur Naturbühne Hohensyburg, wo es bei einer Führung hinter die Kulissen viele Informationen gab. Dann stärkte man sich mit einem Bierchen sowie Mettwurst und Brötchen.

Am Marktplatz an der Alten Freiheit startete der Schnadegang.
Am Marktplatz an der Alten Freiheit startete der Schnadegang der drei Westhofener Nachbarschaften. © Manuela Schwerte

Bevor der Rückweg über die frühere Straßenbahntrasse wieder herunter nach Westhofen führte, packte Stephan Petruschke vor der Ex-Gaststätte Haus Weitkamp historische Fotos aus. Sie zeigten die alte Standsteilbahn, die von dieser Stelle aus einstmals den Aufstieg zur Hohensyburg kinderleicht machte. Allerdings nur von 1903 bis 1915 – dann war es schon wieder vorbei.

Für das nächste Jahr wird ein allgemeines Nachbarschaftsfest geplant

Bei der Ankunft in Westhofen wartete auf dem Hof des Autohauses Stüwe gegenüber vom Fensterbahnhof das Klutengericht. Blechen musste unter anderem die Östliche Nachbarschaft für ein Beweisfoto, das sie beim Schnadegang 2021 mit nur zwei Teilnehmern zeigte.

Alle Einnahmen sollen in einen neuen Nachbarschaftsfonds fließen, um im nächsten Sommer ein allgemeines Nachbarschaftsfest zu organisieren.