Schuhe baumeln an Straßenlaterne in Westhofen – nur zwei Paar unter Millionen weltweit

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An einer Laterne an der Hagener Straße hängen zwei Paar Schuhe. Der Sinn dahinter bleibt verborgen.
An einer Laterne an der Hagener Straße hängen zwei Paar Schuhe. Der konkrete Sinn dahinter bleibt verborgen. © Holger Bergmann
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Die vier Schuhe fallen den Autofahrern auf der Hagener Straße schon seit einiger Zeit auf. Man könnte das für eine fixe Idee von zwei Spaßvögeln halten, die barfuß nach Hause gehen mussten.

Doch hinter Schuhen, die an ihren Schnürsenkeln an Laternen oder Ampeln baumeln, verbergen sich weltweit unterschiedliche symbolische oder gar rituelle Bedeutungen.

Vor allem im englischen Sprachraum haben baumelnde Schuhe durchaus Nachrichten-Charakter. Es gibt unterschiedliche, nicht verbindliche Erklärungen für das sogenannte „Shoe tossing“ (Schuh-Werfen). In Schottland sollen junge Männer so ihr „erstes Mal“ feiern.

Markierung für Drogendepots

In New York markieren laut Medienberichten Gangs auf diese Art zum einen ihre Reviere, zum anderen ihre Drogendepots, je nach Auslegung. US-Soldaten sollen am Ende ihrer Dienstzeit gerne ihre Stiefel vorzugsweise in Bäume werfen.

So machen es vielerorts auch Schulabgänger, die ihren Abschluss feiern. An anderen Orten dieser Welt werfen Ehepaare zusammengeknotete Schuhe in Bäume. Das soll Glück bringen. Und als „Shoefiti“ (Schuh+Graffiti) ist es bereits urbane Kunst.

Die vielen Anlässe, die es gibt, Schuhe aufzuhängen, erschweren die Suche nach dem Sinn der hängenden Schuhe in Westhofen. Es bleibt ein Rätsel.