Meinung

Schulabschiede: Yvonne Gebauer pfeift wieder mal auf das Wohl der Kinder

Abschlussfeiern an Schulen sind laut Schulministerium nur im kleinen Rahmen erlaubt. Wenn überhaupt. Unsere Autorin findet das traurig, fast unverschämt – vor allem in Anbetracht der übrigen Lockerungen.
Schule in Corona-Zeiten war hart genug. Jetzt nicht einmal eine offizielle Feier zu veranstalten, findet unsere Autorin traurig. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Alles hat wieder geöffnet: Kultur, Freibäder, Sportstätten. Selbst feiern gehen darf man wieder und Partys veranstalten – aber Abschlussfeiern, die darf es nicht geben. Nur im privaten Rahmen und vorab angemeldet. Da stellt sich die Frage an Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: Geht‘s noch?

Seit Beginn der Pandemie waren es vor allem die Kinder und Jugendlichen, die unter dem Lockdown leiden mussten. Aus Gründen des Schutzes, ja. Das ist sinnvoll, immerhin liegt die Inzidenz derzeit vor allem bei Kindern noch sehr hoch. Mit den Impfungen sieht es auch noch schwierig aus.

Ein verlorenes Schuljahr

Aber trotzdem haben die Jüngeren Opfer gebracht, die weitreichende Folgen haben werden. Schon jetzt lassen sich die Spuren psychisch ablesen. Eine ganze Generation von schlechten Schwimmern wird befürchtet. Ganz zu schweigen davon, dass ein ganzes Schuljahr verloren ist – auch aus sozialer Sicht.

Und jetzt, da das Leben wieder aufblühen darf und alle Privilegien wieder zugestanden werden, wäre es an der Zeit, auch den Kindern etwas Gutes zu tun. Und das Schuljahr zumindest mit einer schönen gemeinsamen Feier abzuschließen. Corona-konform geplant, wie es die aktuelle Verordnung für Partys vorsieht. Aber nein, wieder einmal wird auf das Wohl der Kinder gepfiffen.

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