Schwerte als fußgänger- und fahrradfreundlich geehrt

Nahmobilität verbessern

Seit dieser Woche ist Schwerte Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Damit geht die Ruhrstadt einen weiteren Schritt in Richtung einer verbesserten Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer. Denn die AGFS hat auch Verbesserungsvorschläge.

SCHWERTE

, 22.10.2015, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwerte als fußgänger- und fahrradfreundlich geehrt

Die Stadt Schwerte wurde als 75. Stadt in NRW als fußgänger- und fahrradfreundlich ausgezeichnet.

Seit Dienstag, 20. Oktober, ist die Stadt Schwerte die 75. Mitgliedskommune der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Mit seiner Unterschrift unter einer großen, bunten Urkunde bekannte sich Bürgermeister Heinrich Böckelühr zu den Zielen der AGFS, optimale Bedingungen für Nahmobilität zu schaffen.

Aufbau von Strukturen

Das Siegel, das Winfried Pudenz als Vertreter von Verkehrsminister Michael Groschek dem Bürgermeister überreichte, ist demnach keine Auszeichnung für schöne Fahrrad-Wege, sondern eine Anerkennung für den Aufbau von Strukturen und den politischen Willen, die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer in Schwerte zu verbessern.

Die Auswahlkommission der AGFS bereiste im September die Ruhrstadt und erarbeitete eine Liste von gelungenen und verbesserungswürdigen Verkehrssituationen in Schwerte. Auf der Plus-Liste, die zur Aufnahme Schwertes geführt hat, stehen für Radfahrer geöffnete Einbahnstraßen, barrierefreie Querungen, der asphaltierte Ruhrtalradweg und die projektbezogene Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Bürgerschaft. Allerdings wünscht sich die AGFS für die Bürgerschaft die permanente Möglichkeit, Einfluss auf die Verkehrsplanung zu nehmen. Von der AGFS kritisierte Beschilderungen der Radwege wurden laut Heinrich Böckelühr bereits verbessert.

Chance auf öffentliche Fördermittel

Schwertes Mitgliedschaft bei der AGFS ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet, dann muss sich die Ruhrstadt erneut prüfen lassen. Bis dahin zahlt Schwerte jährlich 2500 Euro Mitgliedsbeitrag. Dafür steigern sich die Chancen der Stadt auf öffentliche Fördermittel bei Verkehrsprojekten, sie wird Teil der Kampagnen der AGFS und des Internetauftritts www.radroutenplaner.nrw.de.

Auf Böckelühr kommt damit ein neuer dienstlicher Termin hinzu. Die Bürgermeister der AGFS-Mitgliedskommunen tauschen sich einmal im Jahr in Düsseldorf über ihre Verkehrskonzepte aus.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt