Schwerte bekommt eine Marketing-Gesellschaft

Tourismus, Handel und Wirtschaft

Schwerte bekommt eine richtige Marketing-Gesellschaft: Dazu haben CDU, Grüne und FDP nun den Antrag im Rat der Stadt eingebracht. 100.000 Euro stehen im Haushalt bereit. Die Ratsfraktionen haben auch schon eine Idee, was die Gesellschaft konkret leisten soll.

SCHWERTE

, 02.10.2017, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwerte bekommt eine Marketing-Gesellschaft

Die Hüsingstraße ist das Herzstück der Schwerter Fußgängerzone.

Gemeinsam mit dem Haushaltsentwurf hat der Rat der Stadt in der vergangenen Woche eine Marketing-Gesellschaft auf den Weg gebracht. CDU, Grüne und FDP hatten den Antrag eingebracht. Nach Ansicht der SPD überhastet, denn das Thema wird bereits länger hinter verschlossenen Türen diskutiert.

Da sich die drei Parteien aber im Rat durchsetzen konnten, stehen nun 100.000 Euro im Haushalt bereit, um so eine Gesellschaft auf den Weg zu bringen.

Doch was solle die neue Gesellschaft leisten? Im Prinzip handelt es sich um eine Mischung aus Wirtschaftsförderung, Innenstadt-Marketing und Tourismusförderung. So steht es jedenfalls im Entwurf der drei Ratsfraktionen.

Stadtmarketing, Touristikbeauftragte und Wirtschaftsförderung

"Bereits heute erbringen zahlreiche unterschiedliche Akteurinnen und Akteure Leistungen für die Attraktivitätssteigerung und Vermarktung der Schwerter Innenstadt", so CDU-Fraktionsvorsitzender Marco Kordt, der den Antrag einbrachte. So arbeite der Verein Stadtmarketing ehrenamtlich in einem Teilbereich, die Werbegemeinschaft in einem anderen. Die Stadt unterhält einen Touristikbeauftragten und die TWS kümmert sich um die Wirtschaftsförderung.

Das alles könnte laut Kordt besser laufen, wenn man diese Dienstleistungen aus einer Hand anbieten könne. Auf keinen Fall soll die neue Gesellschaft dem bisherigen bürgerschaftlichen Engagement das Wasser abgraben. Man wolle es vielmehr unterstützen.

Linke und Grüne beklagen Mangel an Diskussion

Im Rat wurde das Thema allerdings sehr kontrovers diskutiert. Vor allem weil der Antrag nicht nur die finanziellen Mittel sicherstellt, sondern auch die Richtung vorgebe. Als GmbH solle das neue Citymarketing organisiert sein, möglichst als gemeinnützige gGmbH, hieß es in dem Antrag.

Die Gegner aus den Reihen von SPD und Linken bemängelten vor allem, dass so eine für die Stadt wichtige Diskussion nicht in den Ausschüssen stattfand. „Wir diskutieren da jeden Mist, aber nicht so wichtige Themen“, so Dieter Reichwald von der Linken.

 

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