Drei mal Kreisverkehr auf der B236 in Schwerte? Das sagt Straßen.NRW dazu

rnNeue CDU-Idee

Die Pläne für den Ausbau der B236 von der Autobahn bis zum Ostentor sind längst fertig. Doch die CDU will sie nun noch einmal ändern lassen. Wir fragten bei Straßen.NRW: Geht das überhaupt?

Schwerte

, 07.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pläne, die der Landesbetrieb Straßen.NRW Ende 2019 für den Ausbau der B236 von der Autobahn-Abfahrt bis zur Kreuzung Ostentor vorlegte, stießen bei vielen Schwertern nicht gerade auf Begeisterung.

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Zu sehr auf den Durchgangsverkehr zugeschnitten, kaum Verbesserungen und dafür große Nachteile für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner. Mit einer neuen Idee will die CDU Abhilfe schaffen. Sie entwickelt ein Verkehrskonzept mit drei Kreisverkehren und Fahrradbrücken.

Für eine Änderung ist es längst zu spät

Allerdings ist es für so eine Änderung längst zu spät. Das sagt jedenfalls der Projektleiter für den Ausbau beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW Richard Heiker. Er rechnet Ende diesen Jahres oder Anfang nächsten Jahres bereits mit einem Planfeststellungsbeschluss. Das bedeutet quasi schon Baurecht.

Um ein derart großes Projekt zu planen, braucht es einen relativ langen Vorlauf und viele Planungsschritte. Derzeit ist man bereits in der Endphase. Die Bürger, aber auch beteiligte Behörden konnten, nachdem die Pläne im Rathaus und im Internet öffentlich einzusehen waren, ihre Vorschläge und Beschwerden schriftlich einreichen.

Erörterungstermin fand bereits im März statt

Im März fand dann der sogenannte Erörterungstermin öffentlich im Rathaus statt. Bei dem wurden alle Einwendungen erörtert, zum Teil vor Ort abgearbeitet, zum Teil aber auch von der Bezirksregierung Arnsberg an den Landesbetrieb zurückgegeben, damit Änderungen in die Pläne eingefügt werden. Das sei auch so geschehen, erklärt Heiker. Nun liege der Ball wieder bei der Landesregierung.

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Das von der CDU angepeilte Deckblattverfahren komme in so einem Fall nicht zum Tragen. Das sei nämlich nicht dazu da, etwas grundlegend anders zu planen, sondern Pläne zu ändern. Wenn zum Beispiel neue Verkehrsgutachten vorlägen, die besseren Schallschutz erforderten, könne man ein Deckblattverfahren einleiten. Oder wenn ein Gewerbegebiet, das einen eigenen Anschluss an die Straße bekommen solle, nicht mehr genutzt würde, dann streiche man den Anschluss und füge dies bestehenden Plänen bei.

„Falscher Zeitpunkt für eine neue Idee“

Eine komplette Neuplanung der Trasse, wie sie die CDU fordert, sei aber kein Fall für dieses Verfahren. „Es ist jetzt der falsche Zeitpunkt für eine neue Idee“, so Heiker.

Er bezweifelt auch, dass die Trasse Platz für drei große Kreisverkehre habe. Zumal es sich ja auch nicht um gleichberechtigte Straßen handeln würde. Angesichts der Verkehrsbelastung auf der B236 würde sich dann ein großer Rückstau auf den einmündenden Straßen ergeben.

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