Schwerte plant Mietwohnungen am Schützenhof

FAB-Gelände

Eigentlich sollte das Gelände des ehemaligen Freizeit- und Allwetterbads (FAB) am Schützenhof Raum für eine Flüchtlingsunterkunft bieten. Nun plant die Schwerter Wohnungsbaugenossenschaft GWG dort 100 Wohneinheiten. Neu ist dieser Plan nicht, die Aussichten auf eine tatsächliche Umsetzung sind jedoch gestiegen.

SCHWERTE

, 19.05.2017, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwerte plant Mietwohnungen am Schützenhof

FAB Freizeit-Allwetterbad

Am 15. Mai hatte die Genossenschaft ihren neuen Antrag auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan bei der Stadtverwaltung eingereicht. „Wir werden da prüfen, haben den Antrag aber mit Freude zur Kenntnis genommen“, erklärte Stadtplaner Adrian Mork am Freitag.

Zunächst muss der Flächennutzungsplan geändert werden

Denn die Genossenschaft hat versprochen, dort auch Sozialwohnungen zu bauen. Und die fehlen laut einem Gutachten, das die Stadt zum Thema Wohnen in Auftrag gegeben hat. Allerdings gilt der Baugrund als nicht unproblematisch. Denn bislang ist das Gelände im Flächennutzungsplan als Bedarf für Sport und Freizeit gekennzeichnet. Die Bebauungsgrenzen sind eng, da man in der Ruhraue den Hochwasserschutz besonders beachten muss.

„Der Flächennutzungsplan müsste geändert werden“, so Mork. Die Pläne der Stadt, hier eine Siedlung für Flüchtlinge zu errichten' id='2838732' tag='' type='Artikel, sind damit offensichtlich vom Tisch. „Da ist die Zeit drüber weggegangen“, so Mork. Mittlerweile seien die Turnhallen alle wieder freigezogen und die GWG baue nicht nur am Rosenweg neue Wohnungen, in denen auch Flüchtlinge unterkommen können.

Zuletzt war dort eine Flüchtlingsunterkunft geplant

150 Wohneinheiten, die zunächst als Flüchtlingsunterkunft, später aber auch als normale Wohnungen genutzt werden können, wollte die Stadt ursprünglich hier errichten. Und auch wenn es eine grundsätzliche politische Absicht hierzu gab: „Wir waren noch nicht im Aufstellungsverfahren“, betonte Mork.

Die GWG hatte allerdings bereits im Jahr 2015 einen Vorstoß unternommen, auf dem Gelände Wohnungen zu bauen. Damals lehnte der Rat die Pläne mit knapper Mehrheit ab. Man wollte das Gelände lieber unbebaut lassen. „Die Stadt Schwerte sollte sich ihrer Bedeutung als Kommune mit einem einzigartigen Wasserschutzgebiet wieder bewusster werden. Jetzt bietet sich die einmalige Chance, die besagte Fläche zu erweitern. Diese Chance sollte genutzt werden“, hatte CDU-Fraktionschef Marco Kordt, als Sprecher der Bebauungsgegner damals formuliert.

Ratsabstimmung soll Entscheidung bringen

Die SPD, die bereits damals genau wie die Linke für das Bauprojekt gestimmt hatte, steht auch diesmal zu den Plänen. „Gerne bringen wir in Erinnerung, dass sich die SPD-Fraktion nicht, im Gegensatz zu den Grünen und der CDU, für den Erhalt der grünen Wiese auf diesem Gelände ausgesprochen hat“, formulierte Fraktionschefin Angelika Schröder in einer Pressemitteilung.

Doch egal wie die Abstimmung im Rat ausgeht: „Allein das Planverfahren dauert 12 bis 18 Monate, da viele Behörden beteiligt sind“, schätzt Mork.

 

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