Landtagsabgeordnete übt scharfe Kritik an Schließung der Notdienstpraxis

Ärztlicher Notdienst

Die FDP-Landtagsabgeordnete Susanne Schneider kritisiert die Kassenärztliche Vereinigung: Die Schließung der Notdienstpraxis sei falsch – und ein „ziemliches Kommunikationsdesaster“.

Schwerte

, 05.11.2020, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ist gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion: Susanne Schneider.

Ist gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion: Susanne Schneider. © FDP

Scharfe Kritik übt die Schwerter FDP-Landtagsabgeordnete Susanne Schneider an der Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL,), ab 1. November die Notdienstpraxis am Marienkrankenhaus zu schließen: „Das ist ein ziemliches Kommunikationsdesaster. Weder die Klinik noch den Notdienstkoordinator vorab zu informieren, ist ein Unding und hat verständlicherweise zu hoher Verärgerung der Beteiligten geführt. So etwas darf eigentlich nicht passieren.“

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Mal eben nach Dortmund oder Unna zu fahren, sei jetzt auch nicht für jeden machbar. Vor allem diene die kassenärztliche Notdienstpraxis ja auch der Entlastung des Marienkrankenhauses, damit die Patientinnen und Patienten nicht alle in der Ambulanz auflaufen. „Diese Gefahr besteht aber jetzt wieder, was auch zu einer Überlastung des Klinikpersonals führen könnte. Das würde letztendlich Mehrkosten für uns alle bedeuten“, so Schneider, die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion ist.

„Wenn der bauliche Zustand der Praxis nicht ausreichend gewesen ist, um in der Corona-Pandemie genügend Schutz vor möglichen Infektionen zu bieten, hätte man längst handeln müssen. Nur darauf zu verweisen, dass die Schließung vorübergehend ist, ist eindeutig zu wenig. Die Menschen haben einen Anspruch darauf zu erfahren, wann die Notdienstpraxis wieder zur Verfügung steht“, so Schneider abschließend.

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