Schwerte will weiter für Hauptschüler kämpfen

Bildungsgang an Realschule

Schwertes Realschule am Bohlgarten darf keinen Bildungsgang für Hauptschüler eröffnen. Damit 17 Schüler weiter in Schwerte zur Schule gehen können, hatte die Stadt diesen Weg geplant. Die Bezirksregierung lehnte ab. Doch die Stadtverwaltung will sich noch nicht geschlagen geben.

SCHWERTE

, 04.07.2016, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bezirksregierung lehnt eine Hauptschulklasse innerhalb der Realschule am Bohlgarten ab. Doch die Stadt will sich noch nicht geschlagen geben.

Die Bezirksregierung lehnt eine Hauptschulklasse innerhalb der Realschule am Bohlgarten ab. Doch die Stadt will sich noch nicht geschlagen geben.

Einstimmig fasste der Rat am Mittwochabend den Beschluss, einen Bildungsgang Hauptschule für die Realschule am Bohlgarten zu beantragen - obwohl die Bezirksregierung in Arnsberg diese Möglichkeit ausgeschlagen hat.

Hintergrund ist, dass 17 Schüler der Schule nach der sechsten Klasse an die Hauptschule verwiesen werden sollen. Da es in Schwerte aber keine Hauptschule mehr gibt, bedeutet das, die Kinder müssen Schulen in Hörde oder Holzwickede besuchen.

Die Stadt hatte bereits ein ablehnendes Schreiben aus Arnsberg erhalten. Die Bezirksregierung weist darauf hin, dass die Realschule am Bohlgarten ab diesem Schuljahr keine neuen Schüler mehr aufnimmt. Schulen deren Schließung bereits beschlossen sei, könnten keinen neuen Bildungsgang einrichten, so Arnsberg. Und auch die Schulkonferenz der Realschule hatte das Ansinnen der Stadt abgelehnt.

Klage gegen Bescheid aus Arnsberg?

Pädagogisch fragwürdig, nannte FDP-Ratsfrau Renate Goeke dies. Auch Grünen-Sprecher Bruno Heinz-Fischer äußerte Kritik darüber, dass die Schule, die das Problem ja kannte, auch in der Pflicht gewesen wäre, das frühzeitig zu melden. Es wurde sich beschwert, dass man sie nicht in die Gespräche mit eingebunden habe. Der Beschluss beinhaltet auch die Absicht, bei einer erneuten Ablehnung durch die Bezirksregierung, den Klageweg zu beschreiten. Ob das den jetzt betroffenen 17 Kindern noch nützt? „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gotteshand“, kommentierte Schuldezernent Hans-Georg Winkler. 

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt