Schwerter Bahnhof wird ab Oktober umgebaut

Fragen und Antworten

Mit dem ersten Spatenstich am 24. Oktober soll der Umbau des Schwerter Bahnhofs beginnen. Und weil es der 100. Bahnhof sei, den man mit Geld vom Land saniert, will NRW-Verkehrsminister Michael Groschek den Spaten möglichst selber in den Boden stoßen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Bau.

SCHWERTE

, 21.09.2016, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwerter Bahnhof wird ab Oktober umgebaut

Der Bahnhof in Schwerte. Ab Oktober soll er nun umgebaut werden.

Was ist genau am Bahnhof geplant?

Zunächst werden die Bahnsteige erhöht, um einen ebenerdigen Einstieg in die Züge zu ermöglichen. Die Treppen zu den Gleisen werden jeweils nur noch zu einer Seite des Bahnsteigs führen. Aufzüge werden die Treppen auf der anderen Seite ersetzen. Insgesamt drei gläserne Fahrstühle werden dafür sorgen, dass man auch im Rollstuhl, mit dem Kinderwagen oder mit Rollator bequem ans Gleis kommt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Der Schwerter Bahnhof im Wandel der Zeit

Viele Moden hat die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Laufe der Geschichte schon erlebt. In vielen schönen, auch historischen Bildern blicken wir zurück.
20.01.2015
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Anfang des 20. Jahrhunderts blühten noch die Gärten auf dem Gelände des jetzigen Busbahnhofs - hier ein Bild von 1907.© Repro: Reinhard Schmitz
Der Schwerter Bahnhof zu Anfang des 20. Jahrhunderts, wie ihn eine kolorierte Postkarte aus der Sammlung von Marco Gosewinkel zeigt.© Repro: Reinhard Schmitz
Aus dem Jahre 1908 stammt dieses Bild. Es zeigt den Bahnhof samt begrüntem Vorplatz im Winter - denn die Bäume sind kahl. Rechts ist noch das im Zweiten Weltkrieg zerbombte Casino der Nickelwerke zu erkennen.© Foto: Stadtarchiv
Dieses später zerbombte Casino prägte den Platz am Bahnhof. In den Jahren rund um den Ersten Weltkrieg muss dieses Foto von der Bahnhofstraße aufgenommen worden sein.© Foto: Stadtarchiv
Ein großes Fenster prägte um 1920 noch die westliche Fassade des Bahnhofs, an die später die Telegrafenstation angebaut wurde.© Foto: Stadtarchiv
Kinder spielen unter der mächtigen Straßenlaterne auf der verkehrsfreien Bahnhofstraße in den 1930er-Jahren - im Hintergrund erneut das Casino der Nickelwerke.© Foto: Stadtarchiv
Platzartig präsentierte sich die Bahnhofstraße vor dem Empfangsgebäude vor dem Zweiten Weltkrieg.© Foto: Stadtarchiv
Ein Trümmerfeld war der Bahnhofsvorplatz nach dem Bombenangriff vom 31. Mai 1944, bei dem in Schwerte mehr als 300 Menschen getötet wurden. Auch das Casino der Nickelwerke (M.) wurde zerstört.© Repro: Reinhard Schmitz
In den 1950er-Jahren hielten der Gelenkbus nach Dortmund und der Postbus direkt an der Ecke Bahnhof-/Beckestraße - also auf dem Gelände des heutigen kleinen Parkplatzes vor der Radstation. Dieses Foto ist nachkoloriert.© Repro: Reinhard Schmitz
Großzügig umgebaut mit rechtwinkliger Kreuzung präsentierte sich der Bahnhofsvorplatz im Jahre 1972. Der Waschbetonbrunnen plätschert noch nicht.© Foto: Stadtarchiv
Der Bahnhofsvorplatz nach der Umgestaltung in den 1970er-Jahren. Der Busbahnhof ist an die Ecke Becke-/Ladestraße verlegt.© Repro: Reinhard Schmitz
Im Stil der 1970er-Jahre mit Waschbetonbrunnen wurde der Bahnhofsvorplatz später neu gestaltet. An das Abflussrohr des Wasserspiels ist heute das Toilettenhäuschen angeschlossen.© Foto: Stadtarchiv
Die Bahnhofsgaststätte warb in den 1970er-Jahren noch an der Bahnhofsfassade für Dortmunder Stifts-Bier.© Foto: Stadtarchiv
Der Schwerter Bahnhof 2010, bevor hier die geplante Radstation gebaut wurde.© Archivfoto: Bernd Paulitschke
So sah der Bahnhofsvorplatz mit dem Busbahnhof vor Beginn der Aufhübschung vom Dach der Bahnhofsapotheke im Jahr 2011 aus.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
So sah der Blick 2011 vom Dach des Hotels Reichshof auf den Bahnhofsvorplatz aus.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Im Oktober 2011 begann der Bau der Behindertenrampe am Bahnhofsportal. Weiter als in die Eingangshalle kommen Rollstuhlfahrer aber trotzdem nicht. Auf die versprochenen Aufzüge zu den Bahnsteigen wird immer noch gewartet.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Ein Modell des Bahnhofs Schwerte im Maßstab 1:87 baute Hans-Joachim Möhling. Es war im Jahr 2011 ein Prunkstück der großen Eisenbahn-Ausstellung im Ruhrtalmuseum.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Ein Modell des Bahnhofs Schwerte im Maßstab 1:87 baute Hans-Joachim Möhling. Es war im Jahr 2011 ein Prunkstück der großen Eisenbahn-Ausstellung im Ruhrtalmuseum.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
2013 wurden erneut Bauarbeiten am Schwerter Bahnhof vorgenommen.© Archivfoto: Stephan Teine
Die Neupflasterung des Korridors vom Bahnhofseingang zur Bahnhofskreuzung näherte sich im Dezember 2013 ihrer Fertigstellung. 200.000 Euro kostete die Aufhübschung des Platzes.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Wieder enthüllt wurde das historische Eingangsportal des Bahnhofs nach der Restaurierung im Dezember 2013.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Markant ist der Adler über dem Eingang zum Bahnhofsgebäude. Er wurde 2013 aufgehübscht.© Archivfoto: Bernd Paulitschke
Nach den Bauarbeiten 2013 sah es von der Dachterrasse über der Bahnhofsapotheke so aus.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Das Pflaster des Bahnhofsvorplatz wurde ausgetauscht - hier ein Bild von Januar 2014.© Archivfoto: Bernd Paulitschke
Gärten und Parks wie früher wird es vor dem Bahnhof nicht mehr geben. Die Grünen wollten jedoch im Mai 2014 mit einer Pflanzaktion etwas für die Natur tun.© Archivfoto: Bernd Paulitschke
Der Busbahnhof soll in den Jahren 2015 bis 2017 ebenfalls neu gestaltet werden. Um den städtischen Haushalt nicht zu sehr zu belasten, wird die Maßnahme über einen längeren Zeitraum gestreckt. Im Hintergrund das Einkaufszentrum am Bahnhof.© Archivfoto: Reinhard Schmitz
Der Blick auf den Schwerter Bahnhof von oben.© Archivfoto: Oskar Neubauer
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Werden die Bahngleise wieder überdacht?

Die Bahnsteige bekommen auch neue Dächer. Laut Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer weiß man nicht, wie alt die Bedachung genau sei. Man habe aber noch Splitter von Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg in den Dächern gefunden. Die neuen Dächer werden erheblich kürzer sein als ihre Vorgänger.

Wird es eine Wartezone und Bahnhofstoiletten geben?

Auf einen beheizten Wartebereich dürfen die Bahnkunden genauso wenig hoffen, wie auf eine neue Bahnhofstoilette. „Wir bauen genau das, was vom Land gefördert wird“, sagte der Bahnhofsmanager. Neben dem Schwerter Bahnhof ist er noch für rund 80 weitere Bahnhöfe verantwortlich.

Wie lange dauert der Umbau?

Stolze drei Jahre wird der Umbau dauern. Das liege vor allem daran, dass man den Bahnhof nicht ohne weiteres schließen könne, so Seelmeyer. Sechs Monate Bauzeit pro Gleis sind veranschlagt. Erneuert wird immer nur ein halber Bahnsteig, also jeweils ein Gleis. Zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr werde es dennoch kommen.

Was kostet der Neubau des Bahnhofs?

Die 7,8 Millionen Euro, die verbaut werden sollen, zahlt überwiegend das Land Nordrhein-Westfalen; und dessen Förderrichtlinien erlauben zumindest auch eine Sanierung von Boden und Fliesen in der Eingangshalle.

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