Schwerter fordert mehr Außengastronomie: „Alle Plätze sind verwaist!“

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„Außengastronomie auf die Schwerter Plätze - los!“, schreibt Joachim Kockelke in seiner Mail an die Politiker. Das soll die Außenwirkung der Stadt erheblich verbessern. Ist so etwas geplant?

Schwerte

, 01.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schwerte attraktiver machen – nicht nur für die Schwerter selbst, nein auch für Besucher, für Touristen, für potentielle Neubürger. Wenn es um die Außenwirkung der Heimatstadt geht, haben die Schwerter Parteien viele Ideen. Vor allem dann, wenn die Kommunalwahl nur wenige Wochen bevorsteht.

Mehr Grünflächen, auffällige und farbenfrohe Bepflanzung, vielleicht hier und da ein neuer Anstrich für die Gebäude – so wünschen es sich manche Politiker in ihren Wahlprogrammen.

Doch einem Schwerter geht das nicht weit genug. Joachim Kockelke, selbst Einzelhändler in der Fußgängerzone gibt zu denken: „Was nimmt man als erstes wahr, wenn man in die Stadt kommt? Alle Plätze sind verwaist, stehen so einfach leer in der Gegend rum.“

„Die Plätze schreien förmlich nach Bestuhlung“

So wäre es vor allem am Cava-dei-Tirreni- und am Werner-Steinem-Platz, schreibt der Inhaber von Kettler an der Hüsingstraße. Aber auch der Postplatz und der Marktplatz würden förmlich nach mehr Bestuhlung schreien.

Es sei doch so, schreibt Kockelke: „Fährt man in andere Städte, findet man die Städte toll, in denen man auf den Plätzen Außengastronomie findet.“ Gerne setzt man sich dazu, beobachtet das Treiben, isst und trinkt, genießt die Atmosphäre. Und das finde man nun mal höchstens auf dem Marktplatz.

Forderung an Politiker, Stadtplaner und Stadtmarketing

Seine Forderung ging per Mail raus an die Schwerter Parteien, Bürgermeister Dimitrios Axourgos, die drei Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Michael Kersting vom Stadtmarketing und Stadtplaner Christian Vöcks. Man solle endlich aktiv werden: „Jetzt wäre es an der Zeit zu versprechen, dass man sich hierfür einsetzt“, adressiert Kockelke inbesondere die Politiker.

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Es müsse dringend mit Investoren und Hausbesitzern gesprochen werden. Aber zusätzlich könne man doch auch mehr Gastronomen in die Stadt bringen. „Einer muss den Anfang machen“, sagt Kockelke. Vielleicht setze das neue Café Extrablatt ja auch Impulse, woraufhin sich mehr Gastronomie in der Innenstadt ansiedeln möchte.

Möblierungskonzept der Stadt könnte auch mehr Außengastronomie schaffen

Und tatsächlich gebe es auch bereits politische Überlegungen dazu. „Sowas ist immer eine gute Idee. Wir haben das schon angestoßen“, erklärt Stadtplaner Christian Vöcks auf Anfrage.

In einem vergangenen Planungsausschuss habe man ein neues Möblierungskonzept beschlossen – beziehungsweise die Planungen hierzu. „Wir suchen derzeit jemanden, der dieses Konzept erstellt. Es wird also in jedem Fall Bewegung geben“, so Vöcks.

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Das Möblierungskonzept umfasse zwar unter anderem die Außenbestuhlung, es gehe aber auch um Stadtmobiliar wie Sitzbänke, Mülleimer und ähnliches. Und auch am Markplatz solle sich ja einiges tun, so Vöcks. Auch da werde es in Kürze Neuigkeiten geben, schickt er voraus.

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