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Schwerter hat den Großbrand von 1961 nachgebaut

Modell im Miniatur-Format

Detlef Gebhardt hat ein besonderes Bauvorhaben in die Tat umgesetzt. Der Schwerter hat den Großbrand von 1961 nachgebaut. Der Qualm aus Watte und kleine Minifeuerwehrleute zieren die Szene. Der Schwerter wäre aber gerne noch genauer. Und sucht dafür Fotos.

SCHWERTE-OST

, 23.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Schwerter hat den Großbrand von 1961 nachgebaut

Als Diorama hat Modellbahner Detlef Gebhardt (61) den Großbrand des Reifelagers an der Ladestraße vom Sommer 1961detalliert nachgebaut.

Wie gut, dass es noch Dampfloks gab. Mit einem riesigen Wasservorrat im Kohlentender. Den konnte die Feuerwehr einfach anzapfen, als im Sommer 1961 ein mächtiger Berg von alten Autoreifen an der Ladestraße des Schwerter Bahnhofs (heute: Margot-Röttger-Rath-Straße) lichterloh in Flammen stand.

„Weil die Wasserversorgung schlecht war, wurde eine Lok der Baureihe 50 angefordert“, berichtet Detlef Gebhardt (61), der die Szenerie in einem detaillierten Diorama nachgebaut hat. Eine ganze Packung Watte musste für die mächtige Qualmwolke zweckentfremdet werden, an die der Lokführer die Maschine ganz nah heranrangiert hat.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sieht das Diorama des großen Brands aus

Detlef Gebhardt hat ein besonderes Bauvorhaben in die Tat umgesetzt. Der Schwerter hat den Großbrand von 1961 nachgebaut. Der Qualm besteht aus Watte und Der Qualm ist Watte und kleine Minifeuerwehrleute zieren die Szene. Hier sind die Bilder.
27.11.2009
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Die Feuerwehrleute forderten eine Dampflok an, um Löschwasser aus deren Tender abzuzapfen.© Reinhard Schmitz
Einen ihrer größten Einsätze hatte die Schwerter Feuerwehr im Sommer 1961 bei Brand des Reifenlagers an der Ladestraße des Bahnhofs.© Reinhard Schmitz
Eine riesige Rauchwolke stieg von dem brennenden Reifenlager an der Ladestraße auf.© Reinhard Schmitz
Detlef Gebhardt hat das Feuer-Inferno von 1961 auf der Ladestraße im Modell nachgebaut.© Reinhard Schmitz
Zwischen dem Gelände der Bundesbahn (vorn) und der Hoesch-Werksbahn (hinten) stand das Reifenlager im Sommer 1961 in Flammen.© Reinhard Schmitz
So hätte eine Drohne den Großbrand des Reifenlagers an der Ladestraße im Sommer 1961 fotografiert.© Reinhard Schmitz
Die Werksfeuerwehr des damaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerkes unterstützte im Sommer 1961 die Schwerter Feuerwehr bei den Löscharbeiten an der Ladestraße.© Reinhard Schmitz
Als Diorama hat Modellbahner Detlef Gebhardt (61) den Großbrand des Reifelagers an der Ladestraße vom Sommer 1961detalliert nachgebaut.© Reinhard Schmitz
Als Diorama hat Modellbahner Detlef Gebhardt (61) den Großbrand des Reifelagers an der Ladestraße vom Sommer 1961detalliert nachgebaut.© Reinhard Schmitz
Schlagworte Schwerte

Modellbauer sucht noch nach alten Fotos

Ob vorwärts oder rückwärts – das würde der Modellbahner gern noch etwas genauer wissen. „Ich suche händeringend nach alten Fotos“, sagt er. Denn geblieben ist ihm nur die Video-Kopie eines alten Filmstreifens, der bei der Auflösung des Feuerwehr-Museums Im Reiche des Wassers verschwunden ist. Und die ist ziemlich dunkel.

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Immerhin ist aber auf einer Szene eine Armbanduhr zu erkennen, die die Einsatzzeit verrät: 17.45 Uhr steht auf dem Zifferblatt. Da gleichzeitig schon die Sonne tief über dem früheren Lokschuppen am Westendamm steht, schließt Gebhardt: „Das muss im August/September gewesen sein.“ Mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug eilte die Hauptamtliche Wache der Feuerwehr heran. Unterstützung erhielt sie von der Werksfeuerwehr des ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerks Schwerte-Ost: „Die hatte von Magirus ein Tanklöschfahrzeug und Löschgruppenfahrzeug.“

Ihr Fotoarchiv habe die Werksfeuerwehr bei ihrer Auflösung vernichten müssen, berichtet Gebhardt. Als junger Feuerwehrmann hatte er einst bei einem bunten Abend im Kameradenkreis aber den Film von dem Großbrand gesehen, den wohl der gestorbene Elektromeister Ulrich Selsen gedreht habe.

Feuerwehreinsätze und Lokomotiven passen gut zusammen

„Da war sofort ein Feuerchen angesteckt“, berichtet Gebhardt. Feuerwehr-Einsatz und Lokomotiven – das passte zusammen für den Modellbahner, der als sechsjähriger seine ersten Märklin-Züge auf dem Blechschienenoval kreisen ließ. Bis ins Kleinste hat er sein Werk dem Original nachempfunden, das er jetzt zum 150. Jubiläum der Eisenbahn in Schwerte komplett renoviert und erweitert hat.

Die Uhr am Mast zeigt kurz vor Fünf. Die Helme aller Mini-Feuerwehrleute wurden mit dem Pinselchen vom handelsüblichen Orange auf Schwarz umlackiert: „Die hatten damals noch keine Leuchthelme.“ Und wer genau hinschaut, entdeckt nicht nur den Aufsichtsbeamten mit der roten Kappe, sondern auch den bekannten Schwerter Eisenbahner Ludwig Emde an der Bahnsteigkante. „In vollem Ornat“, sagt Gebardt.

Über weitere Informationen und Bildmaterial zu dem Großbrand würde sich Detlef Gebhardt freuen per E-Mail:

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