Schwerter Jugendliche bauen erste Roboter

Ferienfreizeit im Technopark

Leise surrt der Roboter über eine schwarze Linie, findet mithilfe von Sensoren selbst den Weg. Dass er das kann, verdankt er Schwerter Jugendlichen. Sie haben ihn in einer Ferienaktion im Technologiezentrum gebaut und programmiert. Welchen Hintergrund das hat, erklärt unser Video.

SCHWERTE

, 20.10.2016, 13:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Konzentriert sieht man Schüler Sebastian am Computer sitzen. Mit der Lego-Mindstorm-Softwaren reiht er Befehle für den Roboter aneinander. Dieser folgt einer Schleife von Befehlen, die sich immer wieder wiederholen und dementsprechend die Handlungen der Maschine bestimmen. Jetzt soll er aber auch noch eine dritte Farbe erkennen. Bei weiß also wie gehabt stehenbleiben, bei schwarz weiterfahren und schließlich bei rot: Ausweichmanöver.

Das ist aber gar nicht so leicht. „Man muss sehr viel logisch denken“, sagt Sebastian. Der 14-Jährige hat sich auch in der Schule schon verstärkt mit Robotern und Computern beschäftigt. Erst mit der Programmiersprache Scratch, dann mit dem Programm Filius. „Die Lego-Software ist der Scratch-Programmiersprache sehr ähnlich“, sagt der Schüler.

Was sollen die Schüler aus dem Kurs mitnehmen?

Insgesamt neun Schüler versuchten sich im Technopark an den programmierbaren Robotern. Der Kurs wurde von dem zdi-Netzwerk Perspektive Technik der Wirtschaftsförderung Kreis Unna organisiert. „Der Kurs soll die Schüler für Technik begeistern und ihnen die Perspektiven der Programmiertechnik aufzeigen“, sagt Anica Althoff von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna. Später erhielten die Schüler aber auch einen Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten von Robotik und Programmiersprachen.

Alexander Lahmann von der Technologiefirma LS zeigte den Schülern, wie ein Messgerät an einem Industrieroboterarm funktioniert. In hektischen, aber genauen Schwingbewegungen steuerte die massive Metallkonstruktion unterschiedliche Industrieformen an. Das Messgerät am Arm des Roboters fokussierte sich schließlich auf die Form (in diesem Fall ein Bestandteil einer Autokonsole) und könnte so eventuelle Produktionsfehler in der Fertigung erkennen. Das Besondere: Das Messgerät kann auch spiegelnde Flächen, zum Beispiel Chrom, genau messen.

Auch die ebenfalls im Technologiepark ansässige Firma Hochfarbe Render beteiligte sich. 3D-Artist Torben Jahn zeigte den Schülern, wie man eine dreidimensionale Blaupause (Bauplan eines Produkts) in ein vollständiges erkennbares Bild mitsamt Lichteffekten umwandelt.

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