Schwerter Pastor trägt Surf-Schuhe zur Taufe

In der Ruhr

„Ich wollte mein Kind nicht in einer Kirche taufen lassen“, sagt Denis Borrotzu, der auf dem Arm seinen frisch getauften Sohn Mats Antonio hält. Der Schwerter Pfarrer Dr. Klaus Johanning hatte dafür eine Lösung: Er packte seine Surf-Schuhe aus und taufte Mats Antonio und 28 weitere Kinder am Kiesstrand der Ruhr. Die Bilder sehen Sie hier.

SCHWERTE

, 05.06.2017, 19:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst

Taufe in der Ruhr am Haus Villigst

Wenn Pfarrer Dr. Klaus Johanning mit Surfer-Schuhen an den Füßen zur Taufe erscheint, ist schnell klar, dass es sich um eine ganz spezielle Segnung handeln muss. Bis zu den Waden stand er gemeinsam mit den Pfarrern Claudia Bitter, Hartmut Görler sowie Taufpaten, Eltern und Kindern in der Ruhr, um die Täuflinge in die Evangelische Kirchengemeinde Schwerte aufzunehmen.

„Ich wollte mein Kind nicht in einer Kirche taufen lassen“, sagt Denis Borrotzu, der seinen frisch getauften Sohn Mats Antonio in den Armen hält. „Das hier ist für uns ein toller Kompromiss, ein ganz anderer, lockerer Ansatz.“ So wie er haben sich gestern auch 28 andere Elternpaare entschieden: eine Taufe am Kiesstrand unterhalb von Haus Villigst. Knapp 600 Gäste fanden Weg dorthin, um nach und nach die Zeremonie zu verfolgen.

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Das war das Tauffest 2017 in Schwerte

Der Pfarrer, Gäste und die Kinder gingen baden: Mats Antonia, Elaina und 26 weitere Kinder taufte Pfarrer Dr. Klaus Johanning in der Ruhr.
05.06.2017
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Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe im Elsebach am Elsebad© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
Taufe in der Ruhr am Haus Villigst© Foto: Bernd Paulitschke
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Keine Gummistiefel mehr

Bis zu zwei Jahre alt waren die meisten Täuflinge, aber auch eine 13-jährige Konfirmandin entschloss sich zur Taufe in der Ruhr. „Das ist auch für uns noch einmal etwas anderes als eine Taufe in der Kirche“, gestand Johanning, der die Besucher während des Gottesdienstes mit einer Handpuppe von Martin Luther unterhielt. Schon im vergangenen Jahr war Johanning bei der Taufe in der Ruhr dabei. Damals, so der Pfarrer, habe er sich für Gummistiefel entscheiden. „Aber dafür war es heute zum Glück zu warm, und ich konnte zu den Neopren-Surferschuhen greifen.“

Vier Taufen an der Segensstation am Elsebad

Weniger voll, dafür aber genauso besonders waren die vier Taufen der Kirchengemeinde Ergste an der Segensstation am Elsebad. „Wir wollten einfach eine andere Atmosphäre genießen“, sagte Sven Wichert, dessen fünf-jährige Tochter Elaina kurz zuvor getauft worden ist. 2011 habe er im Elsebad die Taufe seiner Nichte besucht und schnell gewusst: Das möchte ich später auch für mein Kind. Gemeinsam mit dem Rest der Familie feierte Elaina anschließend zu Hause weiter, während die Familien der anderen Täuflinge gemeinsam im Elsebad feierten.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue toll hier“, sagte Christa Grulke vom Gemeindebüro. „Draußen tobt das normale Leben, und drinnen konzentrieren sich alle auf die Taufe.“ Und die Begeisterung steckt nicht nur in ihr. Schon jetzt haben sich Eltern für eine Taufe im Elsebad im kommenden Jahr angemeldet.

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