Schwerter sticht Mann am Hörder Bahnhof mit Messer nieder: Lebensgefahr und Festnahmen

Polizeieinsatz nach Messerattacke

Nach einer schweren Attacke mit einem Messer sind zwei Schwerter am Samstag festgenommen worden. Einer von ihnen verletzte einen Mann am Bahnhof Hörde so schwer, dass Lebensgefahr bestand.

Schwerte

, 22.04.2019, 13:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwerter sticht Mann am Hörder Bahnhof mit Messer nieder: Lebensgefahr und Festnahmen

Ein 17-Jähriger aus Schwerte hat am Samstagabend am Bahnhof Hörde einen 23-Jährigen niedergestochen, berichtet die Polizei. © Foto: Peter Bandermann

Ein Streit zwischen drei Schwertern ist am Samstagabend am Bahnhof in Hörde eskaliert: Wie die Polizei berichtet, waren zwei Personengruppen gegen 22.30 Uhr auf einem der Bahnsteige aneinander geraten. Nach den bisherigen Aussagen von Beteiligten und Zeugen gingen sich die Beteiligten zunächst nur verbal an, dann gerieten sie auch körperlich aneinander - bis der Streit schließlich vollends eskalierte und ein 17-Jähriger aus Schwerte ein Messer zog.

Mit Messer ins Bein gestochen: Hoher Blutverlust

Er stach damit in das Bein eines 23-jährigen Schwerters. Der junge Mann erlitt dadurch schwere Verletzungen mit hohem Blutverlust. Daher konnte Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden. Die herbeigerufenen Polizeibeamten leisteten Erste Hilfe und banden das Bein ab, bis der Notarzt eintraf und übernehmen konnte.

Der 17-Jährige flüchtete zunächst. Er konnte wenig später jedoch noch in der Nähe des Hörder Bahnhofs von eintreffenden Polizisten festgenommen werden. Auch einen 16-jährigen Schwerter, der den 17-Jährigen begleitet hatte und der in den Streit involviert war, nahm die Polizei am Bahnhof fest. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Tödliche Messerattacke am Bahnhof Hörde im Februar 2018

Vor gut einem Jahr war es im Parkhaus am Bahnhof in Hörde schon einmal zu einer fürchterlichen Messerattacke gekommen: Damals starb eine 15-Jährige, nachdem eine 16-Jährige während eines Streits ein Messer gezogen und damit auf sie eingestochen hatte. Vor zwei Monaten endete der Prozess um die tödliche Attacke mit dem Urteil sechs Jahre Jugendhaft.

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