Schwerter Unternehmen planen Betriebskita

Flexible Betreuung

Betreuungszeiten von 7 bis 20 Uhr, keine Schließung in den Schulferien, alles flexibel und passgenau ausgerichtet auf die individuellen Arbeitszeiten: Ein Traum für werktätige Eltern ist der Betriebskindergarten, den das neu gegründete Unternehmensnetzwerk „Familie und Beruf“ Schwerte plant.

SCHWERTE

, 25.08.2017, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwerter Unternehmen planen Betriebskita

Das Unternehmensnetzwerk „Familie und Beruf“, das sich mit Angelika Kirstein (5.v.l.) im Technopark traf, möchte voraussichtlich zum Sommer 2019 einen Betriebskindergarten mit sehr flexiblen Betreuungsmöglichkeiten eröffnen.

Als Starttermin angepeilt ist der Sommer 2019. „Das hängt aber von der Suche nach dem Grundstück ab“, sagt Angelika Kirstein, Geschäftsführerin des Projekt-Managements „do it“ (Castrop-Rauxel), die vom Bündnis für Familie mit ins Boot geholt wurde. Sie betreibt mit der „Kinderhaus Rasselbande gGmbH“ bereits neun ähnliche Einrichtungen im Ruhrgebiet und im Westmünsterland.

Auch in Schwerte soll das Kinderhaus Rasselbande den Betrieb übernehmen. Vorgesehen sind 57 Plätze für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren, die nach Erfahrung von Angelika Kirstein für 65 Kinder ausreichen. Denn die Eltern können Betreuungstage und -zeiten ganz flexibel wählen – passgenau zu ihren Arbeitszeiten. Sogar Fahrdienste für ihren Nachwuchs sollen sie buchen können.

Kindergarten hat nur zehn Schließungstage im Jahr

Zudem gibt es 15 Plätze in der sogenannten Spontanbetreuung für Drei- bis Zwölfjährige. Diese versorgt etwa ältere Geschwister, die schon zur Schule gehen, in den Ferienzeiten. Denn der Betriebskindergarten selbst hat nur zehn Schließungstage im Jahr. „Überwiegend zwischen Weihnachten und Neujahr“, sagt Angelika Kirstein. Der Rest verteile sich auf einzelne Tage außerhalb der Ferien.

„Das Bündnis für Familie ist seit Jahren aktiv, um für die heimische Wirtschaft Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf den Weg zu bringen“, erklärt Sprecher Michael Schlabbach. Das habe jetzt zur Gründung des Unternehmensnetzwerkes „Familie und Beruf“ geführt. Mit dabei sind bislang die Firmen Diagramm Halbach, Kältetechnik Schrezenmaier sowie das Marienkrankenhaus, die Stadtwerke, Sparkasse und Rohrmeisterei. Sie werden den Zugriff auf die ersten 30 Kindergartenplätze haben, der Rest steht für alle offen.

Gutes Angebot für Stadtwerke und Marienkrankenhaus

„Das ist vielleicht ein schönes Beispiel für alle anderen Kindergärten dieser Welt“, lobt Stadtwerke-Chef Michael Grüll die große Flexibilität, die heutzutage in allen Bereichen des Arbeitslebens gefordert sei. Er unterstütze und begleitete das Vorhaben. Den Bedarf belegt er mit Zahlen: Drei junge Mütter und zwei junge Väter arbeiten derzeit bei den Stadtwerken.

Noch mehr junge Eltern beschäftigt das Marienkrankenhaus, der größte Arbeitgeber der Stadt. „79 Prozent der knapp 1000 Mitarbeiter sind Frauen“, so Sprecher Detlev Schnitker. Die Klinik kooperiert bereits mit dem katholischen Familienzentrum Arche Noah in der Haselackstraße, wo derzeit sieben Mitarbeiterkinder betreut werden. In einem Serviceheft werde auf die Möglichkeit hingewiesen.

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