Schwerterin berichtet vom Dschungelcamp

TV-Redakteurin in Australien

Ab zum Dschungelcamp. Am 7. Januar steigt Sarah Zaczek in den Flieger. Für den Fernsehsender RTL wird die Schwerterin in Australien aus dem Umfeld des schillernden Teilnehmerfeldes berichten, das in mehr oder weniger ekligen Prüfungen um die Gunst der Zuschauer kämpft.

SCHWERTE

, 03.01.2017, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich bin im Versace-Hotel, wo die Angehörigen der Promis wohnen“, berichtet die 30-Jährige von ihrer Aufgabe bei der Berichterstattung über das Dschungelcamp. Nach und nach werden dort auch die Kandidaten einziehen, die aus dem Camp herausgewählt wurden. Das verspricht Stoff, um immer neue Geschichten von bekannten Gesichtern zu liefern. „Es kann durchaus mal passieren, dass man mich mal vor der Kamera sieht – vor allem auch online“, verrät Sarah Zaczek. Dann schlüpft die Fernseh-Redakteurin mal in den Job der Reporterin.

Flug um die halbe Erde

Der Flug um die halbe Erde nach Australien steht wie ein Symbol für den Karrieresprung, der Sarah Zaczek gelungen ist, seit sie als Schülerin die ersten Beiträge für die Jugendseiten „zeit.nah“ der Ruhr Nachrichten schrieb. Nach dem Abitur im Jahre 2005 am Ruhrtal-Gymasium war ihre Stimme auch im Lokalradio Antenne Unna zu hören. „Ich wusste schon mit 16, dass ich zum Fernsehen wollte“, hatte die Schwerterin ihr Ziel aber immer fest im Blick.

Genauso wie die Welt der Schönen und Reichen, die sie so faszinierte: „Bei meiner Oma habe ich immer gerne die Promizeitungen gelesen.“ Dass sie beiden Traumwelten auf einen Schlag begegnen konnte, verdankte die Schwerterin einem Glücksfall. Der Kölner Sender RTL öffnete ihr die Türen für ein Schülerbetriebspraktikum – ausgerechnet in ihrem Lieblings-Magazin: „Ich war zwei Wochen bei Exclusiv, durfte sogar mit ins Studio.“ Da stand der Wunsch fest: „Hier will ich arbeiten.“

Medien-Studium

Was lag näher, als sich darauf mit einem Studium in Modejournalismus und Medienkommunikation vorzubereiten. Dazu zog Sarah Zaczek nach Düsseldorf, also schon einen Schritt näher an Köln heran. Endgültig an der Domstadt angekommen war die Schwerterin dann bei ihrem Volontariat bei der Produktionsfirma Joker Productions, wo sie lernte, Magazinbeiträge zu drehen. „Aber es gab dort keine Promi-Sparte“, bedauerte sie: „Das habe ich alles auf eine Karte gesetzt und mich bei RTL beworben.“ Der Mut wurde belohnt.

 

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Als Rechercheurin lernte sie „Das Leben der Superreichen“ kennen, bis ihr eine Kollegin half, bei „Vox Prominent“ einen Fuß in die Tür zu bekommen. „Ich habe da schon für den Job gebrannt, wollte den unbedingt tun“, berichtet Sarah Zaczek. Ihr Engagement blieb nicht unbemerkt – und wurde mit dem Auftrag belohnt, die Sängerin Rihanna bei ihrer Sieben-Konzerte-Tour im Flugzeug zu begleiten.

Drehs in Berlin, London und New York

Mit der Kamera, manchmal auch mit dem Handy drehte sie in Berlin, London und New York. Es entstand jene Reportage, mit der sie RTL, der großen Vox-Schwester in der Senderfamilie, entdeckt wurde. Genau zehn Jahre nach ihrem Praktikum hatte sich Sarah Zaczek ihren Traum erfüllt. Sie arbeitete – an der Seite von Star-Moderatorin Frauke Ludowig – wieder bei Exclusiv: „Das war für mich schon immer das Flaggschiff der Promi-Berichterstattung. Da trifft man Leute, die man sonst nur aus der Yellow Press kennt.“

Nicht nur Pamela Anderson, die Geissens oder Howard Carpendale, auch gekrönte Häupter wie die schwedische Königin Silvia traf sie dort. Zum Job gehört aber auch, nach dem Terroranschlag spontan zu den Promi-Bewohnern von Nizza geschickt zu werden, um von ihnen zu erfragen, wie sie mit dieser schrecklichen Erfahrung umgehen. „Was hast du an?“, wurde Sarah Zaczek schon in der Redaktionstür gefragt: „Passt – buch‘ dir einen Flug.“ Ach ja, ein freies Kamerateam musste auch noch mal eben besorgt werden.

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