Selfie mit Schulz: So war der Besuch in Schwerte

Politischer Aschermittwoch

Geradezu euphorische Stimmung beim Politischen Aschermittwoch der NRW-SPD im Freischütz in Schwerte: Lautstark bejubeln die über 700 Parteimitglieder den Einzug von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und des Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Immer wieder unterbricht langanhaltender Beifall die Reden der beiden. Der Hype ist spürbar.

SCHWERTE

, 01.03.2017, 21:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Selfie mit Schulz: So war der Besuch in Schwerte

So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.

Neumitglied steht auf dem Roten Schild, das Astrid Nierhaus am Revers trägt. Seit vier Wochen ist sie SPD-Mitglied. Warum die 35-Jährige in die Partei eintrat? „Natürlich wegen Martin Schulz.“ Und den durfte sie dann bereits am Mittwoch persönlich begrüßen.

Politischer Aschermittwoch im Schwerter Freischütz. Selten hatte die SPD Westliches Westfalen einen derartigen Ansturm auf die Karten erlebt. Doch auch wenn Kraft die Genossen auf den zunächst anstehenden Landtagswahlkampf einschwor. Das Zauberwort an diesem Abend im Freischütz hieß Schulz.  „Der kommt so ehrlich ´rüber, und man traut ihm was zu“, formulierte Astrid Nierhaus. Und auch erfahrene Genossen wie der Schwerter Ratsherr Hans Haberschuss freuten sich auf den Kandidaten: „Nie gab es so viel Hype im Vorfeld.“

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So war der Besuch von Martin Schulz in Schwerte

Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat sich am Politischen Aschermittwoch kräftig auf die Brust geschlagen. Kämpferische Reden von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kanzlerkandidat Martin Schulz in Schwerte sorgten für siegesgewisse Stimmung. Hier sind die Bilder.
01.03.2017
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So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
So war der Politische Aschermittwoch in Schwerte mit Hannelore Kraft und Martin Schulz.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlagworte Schwerte

Als der Kanzlerkandidat der Partei dann selbst die Bühne im Freischütz-Saal betrat, gab es kein Halten mehr, alle standen, klatschten, johlten. Schulz, der bereits in Vilshofen gegen die Alternative für Deutschland (AfD) als „Sündenbock-Politiker“ gewettert hatte, wiederholte auch in Schwerte: „Sie ist eine Schande für die Bundesrepublik.“ Der Europäer Schulz betonte, dass er Deutschland als Teil von Europa sehe, eine starke Europäische Union (EU) bedeute ein starkes Deutschland. Zentral vor allem auch in der Flüchtlingshilfe sei für ihn die Solidarität zwischen den EU-Staaten, aber auch in der Gesellschaft. Dafür wolle er sich stark machen, betonte er immer wieder.

"Das machen wir so"

Ab und an machte der 61-Jährige eine kurze Pause, es war ein langer Tag, das sah man ihm an. „Martin für Deutschland“ rief ein Genosse in den stillen Saal. „Vielen Dank“, sagte Schulz schlicht, „das machen wir so.“ Mit Engagement, ganz nah an den Menschen, so sieht er sich. So will er wahrgenommen werden. Als einer von ihnen, ein Normalo, der Kerl von nebenan. Als der, der sich hochgekämpft hat, der um Höhen und Tiefen des Lebens weiß. Und das schien die 700 Genossen, die ihm im Freischützsaal zugehört haben, zu begeistern.

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Den Einzelnen wertschätzen, die Familie, die alltäglichen Probleme verstehen, das sei, was die Menschen bräuchten, so Schulz. „Wer wissen will, welche Sorgen die Menschen haben, der ist gut beraten, mal ein Rathaus über längere Zeit von innen zu sehen“, spielte er auf seine Zeit als Bürgermeister in Würselen an – einer Stadt wie Schwerte, klang in seinen Worten mit. Soziale Gerechtigkeit sei, was die Leute brauchen, so Kraft und Schulz. Das schien die Genossen zu überzeugen.

Und am Ende durfte Neumitglied Astrid Nierhaus dann sogar noch auf die Bühne. Ihr Selfie mit Martin Schulz war schon etwas Besonderes. Zumal der Kanzlerkandidat nach seiner Rede über den Seitenausgang an der Bühne entschwand.

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