Am helllichten Tage ereignete sich der Überfall in der Automaten-Filiale der Sparda-Bank an der Rathausstraße 6. © Reinhard Schmitz (A)
Kriminalität in Schwerte

Senior (89) schlägt mit der Faust zu, als er am Geldautomaten bedrängt wird

An den Falschen gerieten zwei junge Kriminelle, als sie einem 89-Jährigen in der Sparda-Bank in Schwerte das Geld stehlen wollten. Der Senior holte aus.

Der 89-Jährige ballte die Faust, drehte sich um und schlug zu. An das falsche Opfer gerieten zwei junge Diebe an einem Geldautomaten in Schwerte. Der „taffe Senior“ – wie ihn Polizei-Pressesprecher Christian Stein beschreibt – habe die Täter im wahrsten Sinne des Wortes in die Flucht geschlagen.

Der Überfall geschah am helllichten Tage

Es war am helllichten Tage, als sich das Geschehen in der Schwerter Innenstadt ereignet haben soll. Gegen 13.30 Uhr war der 89-Jährige am Dienstag (16.11.) zusammen mit seiner Frau in eine Bank an der Rathausstraße gegangen, um sich an dem dortigen Geldautomaten Bargeld zu ziehen. Wie in Schwerte zu hören ist, soll es sich um die Sparda-Bank gehandelt haben, die dort in Höhe des Postplatzes eine Automaten-Filiale betreibt.

Plötzlich – so der Polizeibericht – habe einer der beiden Täter den Mann mit einer Zeitung abgelenkt. Sein Komplize nutzte das, um mit seiner Hand in die Geldausgabe des Automaten zu greifen.

Beute machte er allerdings nicht. Denn der Senior verpasste einem der beiden unvermittelt einen kräftigen Fausthieb gegen den Oberkörper. „Der muss so gesessen haben, dass beide Männer die Flucht ergriffen haben“, sagt Christian Stein. Sie rannten weg in Richtung Stadtpark.

Nahbereichsfahndung der Polizei blieb ohne Ergebnis

Das überfallene Ehepaar suchte anschließend eine benachbarte Bank auf, wo es noch Personal gibt. Von dort aus wurde dann auch die Polizei verständigt, die umgehend eine Nahbereichsfahndung auslöste. Diese blieb aber leider ohne Ergebnis. Die Kriminellen konnten nicht mehr angetroffen werden.

Nach der Beschreibung der Geschädigten waren sie etwa 17 bis 20 Jahre alt, rund 1,70 Meter groß und schlank. Sie hatten kurzgeschnittene schwarze Haare und versteckten ihr Gesicht hinter einer OP-Maske.

In derartigen Schrecksituationen reagiere jeder anders, weiß der Polizeisprecher. Der eine schlagkräftig wie in diesem Fall, der andere eingeschüchtert. Er rät, auf jeden Fall laut um Hilfe zu rufen. Damit könne man Zeugen auf das Geschehen aufmerksam machen, die die Polizei rufen können. Die eigene Gesundheit oder das Leben solle man aber in so einer Situation nie aufs Spiel setzen.

Zeugen mögen sich bei der Polizeiwache in Schwerte melden

Die Polizei sucht weitere Zeugen zu dem Überfall. Hinweise erbitten die Ermittler an die Wache Schwerte, Tel. (02304) 921-3320.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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