Blick von oben hinter den Bauzaun: So kommt das Café Extrablatt voran

rnGastronomie in Schwerte

Wie weit vorangekommen ist der Bau des künftigen Café Extrablatt in der Innenstadt? Ein undurchsichtiger Zaun verwehrt meist Passanten den Blick - nicht aber den Anwohnern der Nachbarhäuser.

15.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Bau der Offenen Ganztagsschule am Stadtpark hatte man einst die Fenster vergessen. Bei der Jahn-Turnhalle passten die Dach-Elemente nicht. Jetzt stehen Passanten rätselnd vor der Baustelle für das künftige Café Extrablatt am Eingang zur Fußgängerzone.

Immer weiter nach oben wird dort der Turm für den großen Baukran mit Mauern rundherum zubetontiert. Doch in diesem Fall ist es kein Fehler, sondern geplant.

Weil ansonsten kein Platz zum Aufstellen des Hebegeräts war, wurde es exakt an der Stelle platziert, wo der Aufzugsschacht in die Höhe wächst. Dort soll es zu guter Letzt stückweise wieder herausgezogen werden.

Arbeiter bedient den Kran vom festen Boden aus

Der Kran ist gut beschäftigt. Immer wieder wirft er mit seinem Ausleger einen Schatten, wenn er ein Stück Verschalung oder Material über die Baustelle bewegt. Zu der Kabine hoch oben braucht gar kein Arbeiter heraufzuklettern.

Wenn der Bauzaun mal für eine Anlieferung geöffnet ist, kann man den Bediener unten auf dem festen Boden erspähen, der mit einer Art Bauchladen geschickt die Bewegungen des Giganten steuert.

Immer höher eingemauert wird der Baukran auf dem Extrablatt-Gelände - aber das ist so geplant.

Immer höher eingemauert wird der Baukran auf dem Extrablatt-Gelände - aber das ist so geplant. © Reinhard Schmitz

Die Bewohner der umliegenden Häuser können aus ihren Fenstern noch mehr beobachten. Deutlich ist zu erkennen, wie der Baukörper aus der ehemaligen Baugrube herauswächst. Eine Pfeilerreihe an der Front zur Hüsingstraße scheint ungefähr den Verlauf zu markieren, wo später der Außengastronomiebereich des Cafés Extrablatt beginnt.

Bekanntlich soll der Neubau weiter zurückgesetzt werden als früher die abgerissenen Häuser von Uhren-Schmuck Eßmann und Textil-Lauterbach. Bei der Vorstellung der Pläne war die Rede von einem Abstand von 4,80 Metern zum Bürgersteig.

Das reiche für zwei Tischreihen, hatten die Investoren von der Münsterland Ruhr Immobilien GmbH damals angekündigt.

Stadtwerke verlegen Stromanschluss rund um den Postplatz

Während sich der Projektstart im Vorjahr unter anderem wegen archäologischer Untersuchungen, bei denen aber nur ein Ufer des früheren Stadtgrabens zutage kam, verzögert hatte, sind die Fortschritte jetzt beinahe täglich sichtbar.

Auch während der schlimmsten Coronaphase, als fast alle Läden geschlossen waren, waren die Baugeräusche fast das Einzige, was die gespenstische Stille in der Innenstadt unterbrach.

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Nachdem die Fernwärmerohre bereits im vergangenen Sommer durch den Nordwall herangeführt worden sind, verlegen die Stadtwerke jetzt rund um den Postplatz einen neuen, stärkeren Stromanschluss für das Extrablatt-Gebäude.

Dort sollen auf viereinhalb Stockwerken neben dem Café 14 Etagen-Wohnungen und zwei Penthouse-Wohnungen entstehen. Ein Eröffnungstermin ist zwischen Investor und Café-Betreiber nicht vertraglich vereinbart.

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