So sah Schwerte früher aus - und so heute

Vorher-Nachher-Bilder

Alte Postkarten, nostalgische Fotos und vergilbte Briefe stapeln sich in Rudolf Kassels Schwerte-Archiv. Für uns hat der 73-Jährige ein paar alte Aufnahmen hervorgekramt. In unserem Rätsel konnten Sie raten, wo die Fotos aufgenommen wurden. Hier noch einmal alle Vorher-Nachher-Bilder im Überblick.

SCHWERTE

, 25.03.2016, 05:01 Uhr / Lesedauer: 7 min

Hinweis: Der Artikel enthält sehr viele Bilder und entsprechend große Datenmengen. Wir empfehlen daher, den Artikel am Desktop-PC oder in einem WLAN-Netz eingeloggt zu lesen. Bei manchen Mobilgeräten kann die Darstellung fehlerhaft sein.

Hier können Sie sich noch einmal alle Vorher-Nachher-Bilder aus Schwerte ansehen, die wir mit Hilfe der Postkartensammlung von Rudolf Kassel zusammengestellt haben. 

Stadtteil Mitte:

Mühlenstraße

 Damals | Heute

Die „gute Stube der Stadt“ kennt fast jeder: In der Mühlenstraße lässt sich das Flair der Jahrhunderte noch gut spüren. Liebevoll restauriert sind die historischen Fachwerkhäuschen, die bei Ruhr-Hochwasser schon des öfteren nasse Füße bekamen, wie die Überschwemmungsmarken an manchen Fassaden erinnern.

 

Mühlenstraße

 Damals | Heute

Um die Mühle an der Mühlenstraße zu kennen, muss man nicht einmal ein echter Schwerter sein. Viele führen auch ihre Besucher gern durch den romantischen Winkel der Altstadt am Mühlenstrang entlang. Auch wenn es mit seinen Fachwerkgeschossen so altertümlich wirkt, stammt das Mühlengebäude erst aus dem Jahre 1934. Der Architekt Carl H.J. Schmitz, der schon das Rathaus entworfen hatte, schuf damit Ersatz für die alte Wassermühle, die das historische Foto aus dem Stadtarchiv zeigte.

 

Im Reiche des Wassers

 Damals | Heute 

Der Nordwall

 Damals | Heute

Die Türme der Marienkirche und das alte Marienkrankenhaus blitzten durch am Horizont. Der Hintergrund war es, der den Weg zur Lösung wies: Den Nordwall – und zwar auf seinem stillen Abschnitt von der Wittekind zur Ostenstraße hinunter zeigte die historische Ansicht aus dem Stadtarchiv. Heute kann der Blick dort nicht mehr so weit schweifen. Nachdem der alte Stadtgraben zum Schulgarten des Ruhrtal-Gymnasiums (RTG) geworden ist, versperren üppig wuchernde Bäume die Sicht.

 

Karl-Gerharts-Straße

 Damals | Heute

Die Gärten sind der Erweiterung des Schuhhauses Hitzegrad gewichen, die Japanischen Kirschen an den Bürgersteigen einer Fahrbahnverbreiterung geopfert. An den Fabrikantenvillen ist die Karl-Gerharts-Straße aber unverkennbar geblieben.

 

Wallstraße

 Damals | Heute

Sie liegt ein wenig abseits der üblichen Touristen- und Nachtwächter-Route. Mit ihren komplett erhaltenen Fachwerkfassaden kann sich die Wallstraße aber locker mit den Häuser-Ensembles rund um die alte Mühle messen.

 

Hörder Straße 

 Damals | Heute

Das Freischütz-Türmchen wies die Lösung. Vor 100 Jahren überragte es noch die Bäume des Schwerter Walds und schaute auf die Hörder Straße herab, wo der Fotograf sich in Höhe des jetzigen Starenkastens postierte.

 

Hagener Straße 

 Damals | Heute

Dass die Hagener Straße noch eine Schlamm- und Mastschwüste war, störte den Postkarten-Fotografen nicht, als er sein Stativ im Jahre 1904 am Amtsgericht aufbaute. An dem ziegelroten Prachtbau der preußischen Obrigkeit haben die meisten den Standort erkannt.

 

Ruhrstraße

 Damals | Heute

Der einstige Stadtgraben ist zu einem der größten und schönsten Kinderspielplätze der Ruhrstadt geworden. Welch ein Glück, dass auf dieser Straßenseite keine Häuser gebaut wurden. Deshalb haben auch Scherzbolde Recht, wenn sie behaupten, dass in der Ruhrstraße die Pannekauken immer noch nur auf einer Seite gebacken werden.

 

Brückstraße 

 Damals | Heute  

Bergische Straße

 Damals | Heute

Oberleitungen und Lärmschutzwände haben die Szenerie verändert. Aber nicht nur Eisenbahnfreunde erkannten: Der Schnellzug dampfte in den 1950er Jahren an der Bergischen Straße entlang. Von der Brücke am oberen Kirschbaumsweg aus gelang dem Onkel von Ralf Seidenstücker die klassische Aufnahme.

 

Brückstraße 

 Damals | Heute

Welcher echte Schwerter ist nicht in seiner Jugend wenigstens einmal auf den gusseisernen Rohren geritten? Dass die Kanonen 60 Jahre lang als Wahrzeichen unter den Arkaden des Alten Rathauses standen und auf die Brückstraße gerichtet waren, daran erinnerten sich diesmal alle Mitspieler.

 

Teichstraße 

 Damals | Heute Zugegeben, das Rätselbild aus der Sammlung von Marco Gosewinkel war sehr schwer. So schwer, dass der sonst bei allen Fotos so treffsichere Ur-Schwerter Martin Fischer zum ersten Mal mit seinem Tipp nicht ganz richtig lag. Er glaubte, auf der Ansicht aus der Jahrhundertwende die Gaststätte Zur Waage zu erkennen. Doch das kleine, schwarz verschieferte Häuschen am rechten Motivrand ist der heutige Sitz der Alevitischen Gemeinde in der Teichstraße, schräg gegenüber vom Sporthaus am Rande der Fußgängerzone.

 

Bahnhofstraße 

 Damals | Heute

Wer in der Ruhrstadt ankam, musste die Bahnhofstraße hinuntergehen. So war es Anfang des 20. Jahrhunderts, als den Dampfzügen noch das Verkehrsmonopol gehörte. Die Straßenbahn aus Hörde erhielt sogar extra eine neue Linienführung, um den Bahnhof anzubinden. Vorher hatte sie durch die heutige Rathausstraße auf direktem Wege den Marktplatz angesteuert.

 

Karl-Gerharts-Straße

 Damals | Heute

Die „Runde Ecke“ wies den meisten des Rätsels Lösung. Der Name der Traditionskneipe von Frank Schubert, die im Sommer 2013 geschlossen wurde, hat der Straßenzeile im Volksmund ihren Namen gegeben. Sie steht am Übergang von der Karl-Gerharts-Straße zur Hörder Straße, so dass beide Lösungen richtig waren.

 

Karl-Gerharts-Straße

 Damals | Heute

Auf der Karl-Gerharts-Straße kam die Straßenbahnbahn auf ihrer Abschiedstour am 30. Juni 1954 herangequietscht. „Auf dem freien Platz ist jetzt die Bahnhofsapotheke“, erkannte Monika Hasler-Krause richtig.

 

Hüsingstraße

 Damals | Heute

Die Straßenbahnschienen sind seit 1954 verschwunden. Aber ansonsten hat die Hüsingstraße ihre charakteristische Optik fast genauso erhalten, wie sie die Postkarte aus den 1930er-Jahren zeigte.

 

Große Marktstraße 

 Damals | Heute

Wer mittelalterliches Postkarten-Idyll sucht, lenkt seine Schritte normalerweise in die Mühlenstraße oder die Kötterbachstraße. Doch diese beiden Fachwerk-Gassen, auf die viele Mitspieler getippt hatten, waren nicht auf dem alten Foto von Karl Westerheide zu sehen. Es zeigte die Große Marktstraße, die sich ebenfalls als städtebauliches Schmuckkästchen erhalten hat.

 

Hagener Straße

 Damals | Heute

Vom mittelalterlichen Ackerbürgerstädtchen zur aufstrebenden Industriestadt: Diesen Wandel Schwertes verdeutlichte die Veränderung der Hagener Straße. Keines der Fachwerkhäuschen, die sich auf dem Uralt-Foto aus der Sammlung von Jürgen Grewe noch in geschlossener Front aneinanderreihen, steht heute noch.

 

Ostenstraße

 Damals | Heute

„Guten Morgen, das ist die Ostenstraße!“ So wie Dietmar Boehm kannten viele auf Anhieb des Rätsels Lösung. Die Häuserzeile auf der linken Seite hat sich seit 1927 auch kaum verändert. Nur Geschäfte wechselten.

 

Brückstraße

 Damals | Heute

Die schmucken Eckbalkons sind abgeschlagen. Trotzdem verriet das markante Gründerzeithaus sehr vielen Lesern die Brückstraße: „Ich kenne das Haus, weil meine Grundschullehrerin Frau Wissmann dort wohnte“, verriet Inge Lotz.

 

Ostenstraße (aus Richtung Ostentor)

 Damals | Heute

Die Kötterbachstraße, Große Marktstraße, Westenstraße oder gar die Hagener Straße wurden unter dem schiefen Turm von St. Viktor vermutet: Zum ersten Mal gingen bei unserem Rätselspiel mehr falsche als richtige Lösungen ein. Es war aber auch wirklich schwer, die Ostenstraße (aus Richtung Ostentor gesehen) wiederzuerkennen.

 

Hüsingstraße

 Damals | Heute

Die Hüsingstraße haben viele auf Anhieb auf der historischen Postkarte wiedererkannt. So viel hat sich das Straßenbild seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts auch eigentlich gar nicht verändert. Außer, dass die Straßenbahn nicht mehr quietschend um die Ecke fährt. Und statt des Pferdewagens mit dem Jauchefass gibt es glücklicherweise heute eine Kanalisation.

 

Schwerter Bahnhof

 Damals | Heute

Eigentlich war die Lösung gar nicht so schwer. Trotzdem hielten manche den Schwerter Bahnhof, den das Rätselbild im Zustand um 1920 zeigt, für den Freischütz oder gar das Schwerter Heimatmuseum.

 

Praelstraße

 Damals | Heute

Die alte Ansichtskarte aus dem Jahre 1910 zeigte die heutige Praelstraße, die Brückstraße und Ostenstraße verbindet. Ausgesprochen wird der Name, der an eine mittelalterliche Kaufmannsfamilie erinnert, übrigens mit Dehnungs-E wie bei Soest.

 

Robert-Koch-Platz

 Damals | Heute

Zugegeben, das Rätsel war diesmal schon etwas kniffliger. Manche brachte das Foto aus dem Jahre 1911 auf die falsche Spur. Sie wähnte das Eckhaus mit dem markanten Türmchen am Werner-Steinem- oder Cava-Platz. Wer hin und wieder in der Innenstadt spazieren geht, wusste aber: Es steht am Robert-Koch-Platz, direkt an der Ecke zur gleichnamigen Straße.

 

Im Reiche des Wassers

 Damals | Heute

Noch keine Sackgasse war die Straße Im Reiche des Wassers, als der Fotograf im Jahre 1912 dort sein Stativ aufbaute. Sie hieß damals noch Iserlohner Straße und führte quer durch die Wiesen weiter auf die Ruhrbrücke Villigst zu.

 

Bahnhofstraße 

 Damals | Heute

Die Bahnhofstraße von den Gleisen aus zeigt unser Rätselbild. Offensichtlich war das nicht so schwer, denn viele wussten die richtige Lösung, obwohl damals nicht viele Gebäude dort standen. Hans-Georg Götte (78) ist begeisterter Anhänger des Postkartenrätsels und hat natürlich auch die Bahnhofstraße sofort erkannt.

 

Ostenstraße

 Damals | Heute

Zugegeben, die Aufgabe war schon etwas kniffliger. Die Restauration der Witwe Lina Feit, die unser Rätselbild um die Wende zum 20. Jahrhundert zeigte, gibt es schon lange nicht mehr. Einer der Wenigen, der sich an sie erinnerte, war Martin Brakus. „Das Gasthaus zur Linde stand an der Ostenstraße“, schrieb er. Richtig!

 

Rathausstraße

 Damals | Heute

Der Turm auf dem Gebäude, in dem die Rathausapotheke ist, hat viele auf die richtige Fährte gebracht. Die historische Postkarte von zeigt den Blick vom Rathausturm auf die Rathausstraße. Doch es war ebenfalls das Türmchen, das manche Leser auf die falsche Fährte lockte.

 

Holzener Weg

 Damals | Heute 

Westenstraße

 Damals | Heute

Die ganze linke Häuserreihe wurde für das City-Centrum platt gemacht. Trotzdem haben viele die Westenstraße erkannt. 

 

Cavaplatz

 Damals | Heute

 

Das Geschäftsgebäude am Eingang der Fußgängerzone ist sehr markant. Es steht am Cavaplatz, den es noch nicht als Platz gab, als die Straßenbahn bis Juni 1954 noch von Hörde zum Marktplatz zuckelte. Ohne die Schienen ist die Engstelle nicht mehr zu erkennen, für die die Hausecke weichen musste.

 

Marktplatz

 Damals | Heute

Die meisten Hausfassaden sind schlicht geworden, haben den Stuck der Gründerzeit abgelegt. Ein Gebäude indes schmückt sich inzwischen mit einem Schaugiebel vor dem Dach. Hohen Wiedererkennungswert bewies trotzdem der Marktplatz, auf dem bis 1954 die Straßenbahn wendete, um nach Hörde zurückzukehren.

 

Stadtteil Westhofen:

Amtsstraße

 Damals | Heute

Unser Rätselbild zeigt die Amtsstraße. Die prächtige Häuserreihe steht noch wie vor 100 Jahren, nur dass der Fassadenschmuck ein wenig schlichter geworden ist. Am früheren Westhofener Amtshaus am linken Rand der Zeile haben die meisten Mitspieler wie Siglinde Wever die Amtsstraße erkannt. Auch wenn die gebürtige Westhofenerin inzwischen nach Wandhofen umgezogen ist, war ihr das Straßenbild noch lebhaft vor Augen.

 

Reichshofstraße

 Damals | Heute

Im Jahr 1902 fuhr auf der Reichshofstraße die erste Straßenbahn, im Jahr 1923 die letzte. Die Schienen entfernte man zügig, wegen der damals hohen Schrottpreise. Die Straße hieß übrigens erst Hochstraße, dann Karl-Gerharts-Straße und erst nach der Kommunalreform Reichshofstraße.

 

Lärchenstraße

 Damals | Heute

Hier ist die Lärchenstraße zu sehen. Sogar die Hecken umgeben noch genauso die Grundstücke wie auf dem Foto von Ortsheimatpfleger Lothar Meißgeier, das vor der Eingemeindung Westhofens nach Schwerte im Jahre 1975 entstanden ist. Damals hieß die Straße übrigens noch Feldstraße. Aber weil es die in Schwerte auch schon gab, musste eine neue Bezeichnung gefunden werden.

 

Amtsstraße

 Damals | Heute

Die Amtsstraße ist nicht nur den Westhofenern ein Begriff. Auch die Bewohner von Garenfeld, Holzen oder Lichtendorf mussten bis 1975 das namensgebende Verwaltungsgebäude aufsuchen, wenn sie beispielsweise einen neuen Personalausweis benötigten. Vielleicht machten sie dann noch einen Abstecher in die Gaststätte „Zum Amtshaus“ an der Ecke zur Reichshofstraße, dessen Rollladen schon lange heruntergelassen sind.

 

Stadtteil Wandhofen:

Hagener Straße

 Damals | Heute

Über die Hagener Straße ratterte ab 1902 die Straßenbahn weiter nach Westhofen. Schon 1923 bimmelte sie allerdings auf diesem Abschnitt wieder zu ihrer letzten Fahrt. Die Schenkwirtschaft, an der sie unterwegs Station gemacht hatte, aber blieb bis heute eine gastliche Stätte.

 

Stadtteil Schwerte-Ost:

Am Quickspring

 Damals | Heute

Die wuchtigen Torhäuser sind ein Markenzeichen der Straße Am Quickspring in Schwerte-Ost. Bis auf den Verlust der Baumreihe und frische Fassadenfarben hat sich ihr Bild im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert. Schließlich steht sie auch seit 2001 unter Denkmalschutz – wie die komplette Kreinberg-Siedlung. Die Straßenfronten lassen kaum erahnen, welch großzügige Mietergärten sich auf den Hofseiten der Häuser erstrecken. 

 

Gehrenbachstraße

 Damals | Heute

Das Foto aus den 1930er-Jahren zeigte aber die Gehrenbachstraße. Großartig verändert hat sie sich nicht. Nur dass die Straße inzwischen den Autos und nicht mehr spielenden Kindern gehört.

 

Holzen:

Rosenweg

 Damals | Heute

Die mächtigen Telegrafenmasten und der lange Schlot des Nickelwerks im Hintergrund, den viele nach dem früheren Werksdirektor „Fleitmanns Finger“ nannten, sind verschwunden. Aber ansonsten hat die Häuserzeile am Rosenweg fast genauso überdauert, seit sie der Fotograf für die historische Postkarte aufnahm.

 

Ergste:

Letmather Straße

 Damals | Heute

Viele Ergster nutzten ihren Heimvorteil. Aber auf dem Weg zur Autobahn 45 fährt auch jeder Schwerter mal über die Letmather Straße, die schon in den 60er Jahren als Durchgangsstraße ausgebaut war.

 

Letmather Straße

 Damals | Heute

Verraten hat sich die Letmather Straße vor allem an dem roten Backsteinhaus auf der rechten Seite, das bei vielen Ergstern immer noch als „Hölscher“ bekannt ist. Unter diesem Namen gab es hier jahrzehntelang ein Geschäft, das ein Angebot fast wie ein kleiner Karstadt führte. Haushaltswaren fand man dort, aber auch Spielzeug, Papier oder Werkzeug.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt