So soll der Fußweg zur Rohrmeisterei aussehen

Alter Entwurf überarbeitet

Planänderung in Schwerte: Der neu geplante Fußweg zur Rohrmeisterei bekommt noch einmal ein neues Gesicht. Planer Johannes Böttger hat am Montagabend sein neues Konzept dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Wir erzählen, wer von den neuen Plänen profitiert.

SCHWERTE

, 17.02.2017, 19:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll der Fußweg zur Rohrmeisterei aussehen

Altstadt und Rohrmeisterei sollen mit einem attraktiven Weg verbunden werden.

Der viel kritisierte Aussichtsbalkon, der den Gärten der Mühlenstraßen-Bewohnern in Schwerte die Privatsphäre genommen hätte, ist vom Tisch. Ursprünglich sollte er als Blickfang Besucher vom Marktplatz zu der Stelle hinter dem Wuckenhof-Gebäude führen, wo der neue Fußweg zur Rohrmeisterei abzweigen sollte. Doch der soll an anderer Stelle beginnen, schon ein ganzes Stück vor der Boule-Bahn auf das angrenzende Gelände der Diakonie führen. Und sich von dort in einer kleinen Runde entlang des Wuckenhof-Plateaus herunterschrauben zum verlängerten Südwall.

Planer geht sehr sensibel vor

Diese überarbeiteten Pläne, mit denen er auf Anregungen und Kritik der Bürger eingegangen war, stellte Planer Johannes Böttger am Montagabend dem Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt vor. Sein Büro „Urbane Gestalt“ hatte Ende November einen Wettbewerb für die Gestaltung der neuen Zuwegung gewonnen. Dieser Entwurf wurde noch einmal angepasst. „Der Planer geht sehr sensibel vor“, sagt Stadtplaner Adrian Mork.

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Der Charme der überarbeiteten Wegeführung ist, dass sie durch eine verlängert Strecke mit weniger starkem Gefälle auskommt – gut für Radfahrer oder Rollstuhlfahrer. Außerdem liegt der Weg an der kritischen Stelle schon rund einen Meter unterhalb des einstigen „Balkons“. Das ergebe nicht mehr den Einblick-Effekt, erklärt Mork. Auch sei die Ausführung preiswerter, weil man näher an dem gewachsenen Bodenprofil arbeite. Das heißt: Die Stützmauer, die den Weg zu den tiefer liegenden Wiesen hin abfängt, braucht nicht ganz so hoch gebaut zu werden.

"Wir machen das in aller Ruhe"

Wie diese optisch gestaltet werden soll – vielleicht begrünt oder mit Bruchstein-Verkleidung – ist Sache der Detailplanung, die Mork jetzt beginnen will. Dazu gehört auch die Frage, ob die Verbindung wirklich 3,50 Meter breit sein muss oder ob vielleicht auch 2,50 Meter reichen. „Wir machen das in aller Ruhe“, sagt Mork. In der nächsten Ausschusssitzung im Mai könne dann vielleicht der Baubeschluss gefasst werden.

„Ich finde, das hat unglaublich viel Charme“, ist Mork überzeugt von der Idee, die Verbindung unterhalb des Wuckenhof-Plateaus verlaufen zu lassen. Hinter der Theaterhalle, auf dem Gelände des ehemaligen Klärwärterhauses, eröffne sich dann ein „Super-Blick auf den Giebel der Rohrmeisterei“.

Aufzug auf dem Marktplatz

Mit einem weiteren Baustein könnte der Weg auch zur Entlastung der Parkplatz-Situation an der Rohrmeisterei beitragen. Ein Aufzug auf dem Marktplatz könnte Besucher dazu veranlassen, ihr Auto verstärkt in der dortigen Tiefgarage abzustellen und die paar letzten hundert Meter zu Fuß weiterzuschlendern. Mit Städtebaufördermitteln hält Mork diesen Wunsch für erfüllbar. Auch eine geeignete Stelle hat er vor Augen: Den Aufgang neben dem Juweliergeschäft Grafe, wo beim Öffnen der Fahrstuhltür der Blick direkt zum Startpunk des neuens Weges gelenkt wird.

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